Ambulanzflug für Pflegebedürftige

Nicht immer werden Ambulanzflüge aufgrund einer akuten Erkrankung durchgeführt. Häufig befördern wir auch Pflegebedürftige, die einfach nicht mehr allein reisen können. Dennoch gibt es gute Gründe für sie, noch einmal eine Flugreise anzutreten.

Pflegebedürftige mit Pflegerin

Angehörige möchten den Pflegebedürftigen oft selbst pflegen oder ihn in einem Pflegeheim unterbringen, das näher am eigenen Wohnort gelegen ist. Manchmal hat der Patient selbst den Wunsch, noch einmal in die Heimat zurückzukehren, einen geliebten Ort zu besuchen oder einfach nochmal das Meer zu sehen. Auch wichtige Familienfeste wie Hochzeiten oder Kindtaufen können die Ursache für den Reisewunsch sein.

Unabhängig davon, was der Grund sein mag: Per Ambulanzflug kann auch ein Pflegefall sicher reisen. Wir erklären Ihnen, welche Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

Ambulanzflugzeug oder begleiteter Linienflug?

Für den Transport eines Pflegebedürftigen haben Sie in der Regel die Wahl zwischen zwei Optionen: einer Verlegung im Ambulanzflugzeug oder einer Reise im Linienflugzeug mit medizinischer Begleitperson. Theoretisch wäre auch ein Helikopter denkbar, doch dieser ist im Vergleich zum Flugzeug langsamer und nicht so reichweitenstark. Zudem kann er seine größte Stärke – die Fähigkeit direkt von Klinik zu Klinik zu fliegen – bei der Verlegung von Pflegefällen nicht ausspielen. Schließlich sind Start und Ziel im Normalfall keine Krankenhäuser, sondern Pflegeheime oder Privatwohnungen, die nicht über einen eigenen Helikopter-Landeplatz verfügen. So kommen nur Ambulanz- und Linienflugzeug infrage, doch was zeichnet diese Transportmittel jeweils aus?

Ambulanzflugzeug: Flexibilität und höchste medizinische Sicherheit

Ambulanzflugzeug am Flughafen

Ein Ambulanzflugzeug wird oft auch als „fliegende Intensivstation“ bezeichnet und tatsächlich müssen sich die medizinischen Geräte an Bord nicht vor der Ausstattung einer regulären Intensivstation verstecken. Dadurch können sogar viele schwer erkrankte Patienten sicher transportiert werden.

Dementsprechend sind auch Pflegefälle hier sehr gut aufgehoben. Begleitet von einem erfahrenen Flugarzt kann der Patient es sich auf einer Liege bequem machen. Sollte medizinischer Bedarf entstehen, leitet der Arzt sofort alle notwendigen Schritte ein. Im Normalfall kann der Pflegebedürftige von einem Angehörigen begleitet werden und hat so immer ein vertrautes Gesicht an seiner Seite. Mit größeren Ambulanzflugzeugen sind auch mehrere Begleitpersonen oder die gemeinsame Verlegung eines pflegebedürftigen Ehepaares möglich.

Neben der sehr hohen medizinischen Sicherheit bieten Ambulanzflugzeuge auch ein Höchstmaß an Flexibilität. So wird die Startzeit individuell festgelegt und lässt sich dadurch problemlos an ihren Zeitplan anpassen. Das gilt sowohl für das Flugdatum als auch für die Abflugzeit. Zudem ist ein Ambulanzflugzeug kleiner als eine Linienmaschine und kann deshalb kleine Flughäfen ansteuern, die einem großen Airliner nicht zur Verfügung stehen. So richten sich Start- und Zielort ganz nach Ihrem Bedarf und der pflegebedürftige Fluggast landet in unmittelbarer Nähe seines Reiseziels.

Begleiteter Linienflug: komfortabel und wirtschaftlich

Für manche Pflegebedürftige ist ein Ambulanzflugzeug aber gar nicht nötig. Sie können die wesentlich preisgünstigere Variante eines medizinisch begleiteten Linienflugs wählen. Auch in einem Linienflugzeug lässt sich mit etwas Vorlaufzeit eine Patientenliege installieren, so dass der Pflegebedürftige bequem liegend reisen kann. Dabei sorgt ein Sichtschutzvorhang für die angemessene Privatsphäre. Sofern eine Flugreise auch im Sitzen möglich ist, können auch einfach Tickets in der Business Class gebucht werden. Hier lassen sich die Sitze in eine liegende Position bringen, die dem Pflegebedürftigen eine komfortable Reise ermöglicht.

Linienflugzeug

Doch auch für die medizinische Sicherheit ist bei einem begleiteten Linienflug gesorgt: An der Seite des Pflegefalls reist ein erfahrener Rettungssanitäter oder Arzt, der das gesundheitliche Wohl seines Schützlings überwacht. Dank der mitgeführten Notfallausrüstung kann er jederzeit eingreifen, wenn es die Situation verlangt.

Es muss allerdings erwähnt werden, dass ein medizinisch begleiteter Linienflug nicht immer durchgeführt werden kann. Gerade auf Kurzstreckenflügen ist er extrem selten, da die Zeit für den Einbau einer Patientenliege fehlt und auch die Business Class so einfach gehalten ist, dass der Flug für erkrankte oder geschwächte Reisende womöglich nicht komfortabel genug ist. Zudem möchte die Linienfluggesellschaft im Vorfeld des Flugs die medizinischen Akten des Pflegebedürftigen prüfen, um sicherzustellen, dass der Flug nicht zu belastend für ihn ist. Da hierfür eine Vorlaufzeit von mehreren Tagen nötig ist, lässt sich ein medizinisch begleiteter Linienflug nicht kurzfristig organisieren.

Außerdem erfolgt ein medizinisch begleiteter Linienflug natürlich zu den normalen Bedingungen der Airline: Flugziel und Flugtermin können nur im Rahmen der aktuellen Flugpläne ausgewählt werden. Bei komplexeren Routen ist ein Umsteigen nötig, was nicht nur belastend für den Pflegebedürftigen ist, sondern auch den bürokratischen Aufwand stark erhöht. Schließlich müssen nun für mehrere Flüge Genehmigungen eingeholt werden – womöglich sogar von unterschiedlichen Airlines.

Der Transport zum Flughafen

Krankenwagen mit Ambulanzflugzeug

Ein Ambulanzflug ist zwar der Kern jeder Verlegung eines Pflegebedürftigen auf dem Luftweg, aber nicht der einzige Baustein. Auch die Anreise zum Flughafen und die Weiterreise nach der Landung müssen organisiert werden. Hierfür kommen im Normalfall modern ausgestattete Kranken- oder Rettungswagen zum Einsatz. Falls eine medizinisch begleitete Anreise nicht nötig ist, kann der Weg zum Flughafen auch im Taxi oder in einer Limousine zurückgelegt werden.

Übernimmt die Versicherung die Kosten?

Die gesetzlichen Krankenkassen und private Krankenversicherungen übernehmen nur in den seltensten Fällen die Kosten für einen inländischen Ambulanzflug von Pflegebedürftigen. Für internationale Verlegungsflüge wäre – wenn überhaupt –die Auslandskrankenversicherung zuständig, doch auch hier stehen die Chancen schlecht.

Der Grund ist in beiden Fällen gleich: Die Versicherungen prüfen die Notwendigkeit einer Verlegung aus medizinischer Sicht. Da bei der Verlegung von Pflegebedürftigen normalerweise keine Akutsituation vorliegt, bestehen aus Sicht der Versicherer keine medizinischen Gründe für den Ambulanzflug. Daher werden sie eine Kostenübernahme in nahezu allen Fällen ablehnen. Sie sollten also damit rechnen, die Kosten selbst tragen zu müssen.

Was kostet ein Ambulanzflug für Pflegebedürftige?

Somit stellt sich natürlich die Frage, wie hoch die Kosten für einen solchen Ambulanzflug ausfallen. Leider lässt sich dies ohne Kenntnis des konkreten Falls nicht genau beziffern. Deshalb bitten wir Sie uns zunächst Ihr Anliegen zu schildern, damit wir Ihnen ein Angebot machen können. Bei der Kalkulation der Kosten berücksichtigen wir:

  • das benötigte Transportmittel
  • die gewünschte Flugtrecke
  • den Gesundheitszustand des Pflegebedürftigen
  • die Anzahl der Begleitpersonen
  • die Dringlichkeit der Anfrage

Vertrauen Sie der Ambulanzflug-Zentrale

Wir finden die perfekte Lösung, um Ihre pflegebedürftigen Angehörigen komfortabel und medizinisch sicher ans Ziel zu bringen. Unsere jahrzehntelange Erfahrung ermöglicht es uns, den Transport präzise an Ihre Bedürfnisse anzupassen. Auch für internationale Ambulanzflüge nehmen Ihnen unsere vielsprachigen Mitarbeiter jeglichen Organisationsaufwand ab und sorgen für einen reibungslosen Ambulanzflug.

Kontaktieren Sie uns

Wir sind täglich rund um die Uhr für Sie erreichbar und beraten Sie kostenlos. Auf Wunsch erstellen wir für Sie unverbindlich ein Angebot für die Verlegung Ihres Angehörigen. Kontaktieren Sie uns:

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