Ambulanzflug oder Linienflug – was ist sinnvoller?

Ein medizinischer Rücktransport im Linienflugzeug ist die wirtschaftlichste Art, Verletzte oder Patienten mit bestimmten Erkrankungen auf dem Luftweg zu befördern. Dies ist jedoch meist nur bei weniger komplexen Krankheitsbildern möglich. Wenn der Patient beatmet ist oder weitere intensivmedizinische Techniken beim Krankentransport benötigt, kommt ein Rücktransport im Linienflugzeug meist nicht infrage.

Die Vorbereitung eines medizinischen Linienfluges nimmt im Schnitt 1-2 Tage in Anspruch. In dieser Zeit prüft die Airline die medizinischen Dokumente. Für liegende Patienten werden währenddessen mehrere Sitzreihen im Linienflugzeug umgebaut und durch eine spezielle Transportliege ersetzt. Patienten, die im Sitzen transportiert werden können, erhalten einen regulären Sitzplatz – meist in der Business Class.

Wichtig: Solche Ambulanzflüge werden in der Regel auf Direktflügen durchgeführt. Wenn Sie Umstiege in Kauf nehmen möchten, sind solche Auslandsrückholungen ebenfalls möglich. Durch mögliche Verspätungen der einzelnen Teilflüge sind jedoch Verzögerungen und Ausfälle im weiteren Transportverlauf nicht auszuschließen.

Intensivpatienten im Linienflugzeug

Generell besteht auch die Möglichkeit, Intensivpatienten im Linienflugzeug mithilfe des sogenannten PTC (Patient Transport Compartment) zu transportieren. Dabei handelt es sich um eine kompakte Mini-Kabine, die über eine umfangreiche intensivmedizinische Ausstattung verfügt. Sie beherbergt neben der verstellbaren Transportliege für den Patienten auch das medizinische Team. Trennwände zu beiden Seiten gewähren den maximalen Schutz der Privatsphäre für alle Beteiligten. Die Vorbereitung dieser Form des Rücktransports bedarf jedoch mehr Zeit, die in den meisten Fällen aufgrund der medizinischen Dringlichkeit nicht vorhanden ist.

Patiententransporte im Ambulanzflugzeug

In vielen Fällen, besonders wenn es um Krankentransporte von Intensivpatienten geht, kommt daher nur ein individuelles Ambulanzflugzeug infrage. Eine Auslandsrückholung oder Patientenverlegung im Ambulanzflugzeug ist mit extrem kurzen Vorlaufzeiten realisierbar (je nach Flugstrecke ab einer Stunde) und ermöglicht die optimale medizinische Versorgung des Patienten während des gesamten Krankentransports.

Im Ambulanzflugzeug muss weder auf mitfliegende „normale“ Passagiere Rücksicht genommen werden noch sind Störungen der Privatsphäre des Patienten möglich. Außerdem haben sowohl das medizinische Team als auch die Begleitpersonen die nötige Bewegungsfreiheit, um sich in vollem Umfang um den Patienten und sein Wohlbefinden zu kümmern. Auch die Abfertigung am Flughafen ist bei einem privaten Ambulanzflug deutlich kürzer, während sich die Wartezeiten beim Linienflug durch die Mitnahme eines Patienten sogar noch deutlich verlängern.

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