Erkrankte Mitarbeiter aus dem Ausland zurückholen

Im Zeitalter der Globalisierung sind viele Unternehmen weltweit an Projekten beteiligt und entsenden ihre Mitarbeiter auch für längere Zeit ins Ausland. Zum Beispiel sollen sie dort den Aufbau eines neuen Standorts begleiten oder ein Großprojekt mit ihrer Expertise voranbringen. Doch wenn der Mitarbeiter ernsthaft erkrankt, kommt es zu Problemen: Häufig befindet sich der Patient in einem Land mit unzureichender medizinischer Versorgung und sein Arbeitgeber möchte ihn nicht dem dortigen Gesundheitssystem überlassen. Durch eine Rückholung aus dem Ausland können Unternehmen dafür sorgen, dass ihre erkrankten Mitarbeiter optimal versorgt werden.

Patient wird in Ambulanzflugzeug verladen

Ist die betriebliche Auslandskrankenversicherung für die Rückholung zuständig?

Nahezu jeder Arbeitgeber, der seine Angestellten regelmäßig im Ausland einsetzt, besitzt eine betriebliche Auslandskrankenversicherung. Hierdurch sind alle medizinischen Leistungen abgedeckt, die ein Arbeitnehmer vor Ort in Anspruch nehmen muss – sofern die Kosten nicht ohnehin von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden. Dies schließt allerdings nicht zwingend die Rückholung des erkrankten Mitarbeiters aus dem Ausland mit ein.

Ähnlich wie bei einer privaten Reisekrankenversicherung prüft der Versicherer jeden Einzelfall, um die medizinische Notwendigkeit des Transports einzuschätzen. Kommt der Anbieter zu dem Schluss, dass die Behandlung auch vor Ort möglich ist, wird er die Kosten eines Rücktransports nicht übernehmen. Dies gilt oft sogar dann, wenn eine Behandlung in der Heimat bessere Resultate verspricht: Nur wenige Versicherungen decken solche medizinisch sinnvollen Fälle ab.

Vom Arbeitgeber organisierte Rückholung

Als Arbeitgeber sind Sie nicht verpflichtet, für die Auslandsrückholung eines ernsthaft erkrankten Mitarbeiters aufzukommen, wenn die betriebliche Auslandskrankenversicherung die Kosten nicht übernimmt. Allerdings sehen sich viele Unternehmen zumindest moralisch in der Verantwortung. Außerdem stellt die bestmögliche Behandlung in der Heimat sicher, dass Ihr Mitarbeiter so schnell wie möglich wieder voll einsatzfähig ist. Nicht zuletzt wissen die Angestellten natürlich zu schätzen, wenn sie sich auch im Notfall auf ihren Arbeitgeber verlassen können.

Selbstverständlich müssen Sie sich in einem solchen Fall nicht selbst um alles kümmern: Die Ambulanzflug-Zentrale steht Ihnen zur Seite und nimmt Ihnen den organisatorischen Aufwand nahezu vollständig ab.

Was kostet die Rückholung eines Mitarbeiters aus dem Ausland?

Pauschal lassen sich die Kosten einer Auslandsrückholung ohne Prüfung des genauen Falls nicht beziffern. Neben der Transportstrecke und dem eingesetzten Flugzeug spielen der Gesundheitszustand des Patienten, die Anzahl der Begleitpersonen und die Dringlichkeit des Transports die wichtigste Rolle. Sollten gleich mehrere Mitarbeiter zurückgeholt werden müssen, zum Beispiel nach einem größeren Arbeitsunfall, hat dies ebenfalls Einfluss auf die Kosten.

Gerne erörtern wir im Rahmen einer telefonischen Beratung kostenlos und unverbindlich Ihren Fall und nennen Ihnen abschließend einen verlässlichen Richtpreis.

Wie läuft eine Auslandsrückholung ab?

Der genaue Ablauf einer Auslandsrückholung hängt insbesondere vom Gesundheitszustand des Patienten ab. Üblicherweise erfolgt die Verlegung in einem Ambulanzflugzeug mit modernem medizinisch-technischen Equipment. Ein erfahrener Flugarzt begleitet den Krankentransport und sorgt dafür, dass Ihr Mitarbeiter jederzeit bestens versorgt wird. Ein weiterer Vorteil: Dem Ambulanzflugzeug stehen auch kleinere Flughäfen zur Verfügung, so dass wir den Patienten dort abholen können, wo er sich gerade aufhält – auch wenn kein internationaler Verkehrsflughafen in der Nähe ist.

Wenn der Patient keine akute intensivmedizinische Betreuung benötigt, steht ihm auch eine Rückholung im Linienflugzeug offen. Hier wird er entweder sitzend in der Business Class oder liegend auf einer hierfür eingebauten Patientenliege transportiert. An der Seite des Patienten befindet sich ein medizinischer Flugbegleiter mit Notfallausrüstung – entweder ein Arzt oder ein Rettungssanitäter. So ist ein Eingreifen bei Bedarf jederzeit möglich.

Die Rückholung im Linienflugzeug ist mit deutlich geringeren Kosten, aber auch einigen Nachteilen verbunden: Im Gegensatz zum Ambulanzjet, der häufig noch am gleichen oder am nächsten Tag bereitsteht, kann ein Rücktransport im Linienflugzeug nur mit einer Vorlaufzeit von mehreren Tagen durchgeführt werden. Zuvor prüft die Airline die medizinische Dokumentation des Patienten und entscheidet, ob der Flug genehmigt wird. Ein weiterer Nachteil: Da Umsteigeverbindungen für den Patienten zu belastend sind, kann ein Krankentransport in einer Linienmaschine nur auf Direktflügen durchgeführt werden. Sie sind also auf die regulären Verbindungen der großen Verkehrsflughäfen angewiesen.

Für den Weg zum Flughafen und vom Flughafen in die Zielklinik setzen wir modern ausgestattete Kranken- oder Rettungswagen ein und sorgen dadurch für eine sichere Patientenverlegung von Bett zu Bett. Auf kürzeren Strecken können wir auch die gesamte Rückholung im Krankenwagen durchführen, sofern der Gesundheitszustand des erkrankten Mitarbeiters dies erlaubt.

Sonderfall: Rückholung von Mitarbeitern mit COVID-19

Auch während der Coronavirus-Pandemie halten sich die Mitarbeiter vieler Firmen für längere Zeit im Ausland auf. Wenn sich der Mitarbeiter selbst infiziert, ist die Einschätzung der Situation sehr schwierig: Zunächst beginnt nahezu jede Infektion mit milden oder sogar überhaupt keinen Symptomen und meistens wird die Erkrankung auch im späteren Verlauf nicht schlimmer. Doch in manchmal verschlimmert eine Coronavirus-Infektion plötzlich und unerwartet und eine Behandlung im Krankenhaus ist unvermeidbar.

Wer sich erst um eine Rückholung des Mitarbeiters bemüht, wenn dieser bereits in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, kann sich mit großen Schwierigkeiten konfrontiert sehen. In vielen Fällen benötigt der Patient zusätzlichen Sauerstoff, um die geringere Leistung seiner Lunge zu kompensieren. Doch die notwendige Sauerstoffmenge kann schnell so groß werden, dass der Patient nicht mehr flugfähig ist und ein Ambulanzflug dadurch nicht mehr infrage kommt.

Covid-19: Patientin wird von Pflegerin betreut

Deshalb ist es wichtig, sich bei einer COVID-Infektion frühzeitig um die Rückholung des Mitarbeiters zu kümmern und nicht erst abzuwarten, ob die Symptome schlimmer werden. Leider sieht das die betriebliche Auslandskrankenversicherung meist nicht so, da sie nur den aktuellen Gesundheitszustand des Patienten berücksichtigt – und nicht die zukünftigen Risiken.

Gute Gründe für die Ambulanzflug-Zentrale

Jedes Projekt lässt sich zu einem erfolgreichen Abschluss bringen, wenn Sie mit Profis zusammenarbeiten. Holen Sie sich deshalb mit der Ambulanzflug-Zentrale einen starken Partner an Ihre Seite. Unsere Ambulanzflugzeuge sind weltweit im Einsatz und können fast überall mit minimaler Vorlaufzeit bereitgestellt werden. Unser internationales Team spricht fließend elf Sprachen und kann dadurch mit dem medizinischen Personal und den Behörden in den meisten Ländern ohne Sprachbarriere kommunizieren.

Unsere Flugärzte und Piloten sind exzellent ausgebildet und besitzen umfangreiche Erfahrung in der Ambulanzfliegerei. Die Einsatzplaner sind international exzellent vernetzt und können dadurch in den meisten Fällen schnell alle benötigten Genehmigungen einholen. Alle Flugzeuge und unsere medizinische Ausrüstung durchlaufen regelmäßige Checks, so dass wir Ihnen die größtmögliche Sicherheit garantieren können. Vertrauen Sie uns Ihre erkrankten Mitarbeiter an und wir bringen sie sicher zurück nach Hause.

Fallbeispiele

In der Vergangenheit durften wir schon mit verschiedenen Unternehmen zusammenarbeiten, um Mitarbeiter aus dem Ausland zurückzuholen. Einige Fallbeispiele möchten wir Ihnen vorstellen:

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Wir sind Ihr erfahrener Spezialist für die Rückholung von Mitarbeitern aus dem Ausland. Unser internationales Team ist täglich rund um die Uhr für Sie erreichbar. Kontaktieren Sie uns:

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