Fit to fly?

+++ Achtung: Wir stellen keine Fit-fo-fly-Zertifikate für Linienflüge aus. Wenden Sie sich in derartigen Fällen bitte an Ihren Hausarzt +++

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann muss die Flugtauglichkeit überprüft werden?
  2. Fit to fly im Linienflugzeug
  3. Fit to fly im Ambulanzflugzeug
  4. Ihr zuverlässiger Partner für Ambulanzflüge
  5. Kontaktieren Sie uns

Wann muss die Flugtauglichkeit überprüft werden?

Im akuten Krankheitsfall, bei chronischen Gesundheitsproblemen oder während einer Schwangerschaft stellt sich oft die Frage, ob ein Reisender flugtauglich ist. Bevor dieses fit to fly bescheinigt wird, muss die medizinische Situation des Fluggastes genau geprüft werden. Doch wer ist für diese Prüfung zuständig? Und welche Erkrankungen sorgen besonders häufig für Probleme? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Fit to fly im Linienflugzeug

Ein Linienflugzeug erreicht in den meisten Fällen eine Reiseflughöhe von mehr als 12.000 Metern. Außerhalb des Flugzeugs ist die Luft auf dieser Höhe äußerst dünn. Innerhalb der Passagierkabine wird der Luftdruck technisch angepasst, entspricht aber trotzdem den Druckverhältnissen auf einem Berggipfel von 2.400 Meter Höhe. Für gesunde Reisende ist das kein Problem.

Ist der Reisende dagegen krank oder geschwächt, können gesundheitliche Komplikationen auftreten: Die weniger sauerstoffhaltige Luft im Flugzeug kann sich beispielsweise negativ bemerkbar machen, wenn ein Fluggast unter einer Lungenkrankheit leidet. Zudem sorgen die Druckverhältnisse im Flugzeug dafür, dass sich Lufteinschlüsse im Körper ausdehnen, was bei einigen Krankheitsbildern unbedingt vermieden werden sollte. Schwere ansteckende Krankheiten, verschiedene psychische Probleme und kürzlich durchgeführte Operationen können ebenfalls dafür sorgen, dass der Patient nicht als fit to fly gilt.

In Akutsituationen muss weiterhin beachtet werden, dass die medizinische Versorgung im Linienflugzeug für schwer erkrankte Patienten oft nicht genügt. Zwar kann der Patient zusammen mit einem medizinischen Flugbegleiter reisen, der eine notfallmedizinische Ausrüstung mit sich führt. Auch der Einbau einer Patientenliege ist unter Umständen möglich, um einen liegenden Transport zu erlauben. Doch gerade für Intensivpatienten reicht das nicht aus.

Wer entscheidet?

Die endgültige Entscheidung über das fit to fly liegt nicht beim behandelnden Arzt oder beim Hausarzt des Patienten. Er kann lediglich bescheinigen, dass der Patient aus seiner Sicht flugtauglich ist. Das letzte Wort hat die Fluggesellschaft, wobei sie nicht an die Einschätzung des Arztes gebunden ist.

Globus mit Stethoskop

Deshalb ist es bei erkrankten Reisenden äußerst ratsam, bereits im Vorfeld Kontakt mit der Fluggesellschaft aufzunehmen, um die Flugtauglichkeit abzuklären. Hierfür benötigt der medizinische Dienst der Airline schriftliche Informationen über den Gesundheitszustand des Patienten, die meist in ein spezielles Formular eingetragen werden müssen. Auf dieser Grundlage wird mit einer Bearbeitungszeit von 1-2 Tagen die Entscheidung getroffen, ob der Patient fit to fly ist. Hierbei orientiert sich jede Fluggesellschaft an ihren eigenen Richtlinien.

Allerdings ist auch diese Einschätzung nicht bindend. Sollte sich der Zustand des Patienten am Flugtag anders darstellen als im Vorfeld beschrieben, kann der Flugkapitän die Mitnahme verweigern. Er ist in seiner Entscheidung ausschließlich dem Wohlergehen seiner Fluggäste – einschließlich des erkrankten Passagiers – verpflichtet. Es besteht also kein Rechtsanspruch auf die Mitnahme des Patienten.

Medizinisch begleiteter Linienflug

In vielen Fällen ist ein Patient zwar grundsätzlich fit to fly für einen Transport im Linienflugzeug, benötigt aber auch während des Flugs medizinische Unterstützung. Unter diesen Umständen kann dem Patienten ein medizinischer Flugbegleiter – meistens ein Arzt oder Rettungssanitäter – zur Seite gestellt werden. Wenn der Patient sitzen kann, reist er im Normalfall in der Business Class: Durch den zusätzlichen Komfort kann er bequemer und dadurch schonender transportiert werden. Außerdem hat der medizinische Flugbegleiter größere Bewegungs- und Handlungsfreiheit, wenn sein Eingreifen erforderlich ist.

Sollte der Patient nur im Liegen transportiert werden können, muss eine spezielle Patientenliege in das Flugzeug eingebaut werden. Durch einen Sichtschutzvorhang von den übrigen Passagieren getrennt kann der erkrankte Fluggast bequem liegen, während sich der medizinische Flugbegleiter um sein Wohlergehen kümmert. Allerdings scheuen viele Fluggesellschaften den Aufwand, den der Einbau einer Patientenliege für sie bedeutet. Daher kommt dieser so genannte Stretcher meist nur auf Langstreckenflügen zum Einsatz.

Fit to fly im Ambulanzflugzeug

Ein Ambulanzflugzeug kann viele Patienten auch dann noch transportieren, wenn eine Beförderung im Linienflugzeug ausgeschlossen ist. Hier müssen also weniger Voraussetzungen erfüllt sein, um ein fit to fly zu erhalten. Durch die intensivmedizinische Ausstattung an Bord können sogar schwer erkrankte Reisende noch sicher befördert werden. Zudem wird der Patient ausschließlich von medizinischem Fachpersonal begleitet – nicht von unbeteiligten Passagieren, die vor Ansteckung geschützt werden müssen.

Nicht zuletzt kann der Kabinendruck in einem Ambulanzflugzeug bei Bedarf so reguliert werden, dass sich keine Auswirkungen auf die Gesundheit des Patienten ergeben. Hierfür wird ein so genannter Sea Level Flug durchgeführt, bei dem der Kabinendruck durch technische Maßnahmen und eine verringerte Flughöhe auf Bodenniveau gehalten werden kann.

Wer entscheidet?

Auch beim Krankentransport im Ambulanzflugzeug ist nicht entscheidend, ob der Hausarzt bzw. der behandelnde Arzt am Aufenthaltsort den Patienten als fit to fly einschätzt. Oft kennen sie die Möglichkeiten an Bord eines Ambulanzflugzeug nicht gut genug, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Manche Ärzte lassen sich auch von wirtschaftlichen Überlegungen leiten und verweigern das fit to fly, weil sie die Behandlung selbst fortsetzen möchten. Eine solche Entscheidung ist jedoch nicht bindend.

Nur der betreuende Flugarzt entscheidet, ob ein Patient das fit to fly erhält. Schließlich übernimmt der Flugarzt auch die medizinische Verantwortung für die Durchführung des Krankentransports auf dem Luftweg. Durch seine Spezialisierung im Bereich der Flugmedizin und jahrelange praktische Erfahrung kann der Flugarzt die Transportfähigkeit eines Patienten am besten einschätzen.

Krankentransport im Ambulanzflugzeug

Ein Krankentransport im Ambulanzflugzeug kann flexibel organisiert werden: Schließlich können diese spezialisierten Maschinen auch auf regionalen Flughäfen landen und stehen dadurch bei Bedarf ganz in der Nähe des Patienten bereit. Häufig können Ambulanzflugzeuge noch am gleichen oder am nächsten Tag den Krankentransportflug antreten.

An Bord findet der Patient Bedingungen vor, die er auch auf einer modernen Intensivstation erwarten würde. Die Ausrüstung des Ambulanzflugzeugs kann dabei optimal auf das Krankheitsbild des Patienten abgestimmt werden. Für die medizinische Betreuung ist ein erfahrenes, eingespieltes Team aus Flugarzt und Rettungssanitäter zuständig. Ambulanzflugzeuge kommen überwiegend auf internationalen Flügen zum Einsatz. Meistens soll eine Auslandsrückholung durchgeführt werden oder der Patient wünscht sich einen Krankentransport ins Ausland, um dort von den weltbesten Ärzten auf ihrem Gebiet behandelt zu werden.

Ihr zuverlässiger Partner für Ambulanzflüge

Wenn Sie einen Flug mit medizinischer Betreuung benötigen, sind wir Ihr zuverlässiger Partner. Unser erfahrenes Team berät Sie gern über Ihre Möglichkeiten und unsere medizinische Abteilung prüft anhand der medizinischen Dokumentation, ob und unter welchen Umständen ein Patient fit to fly ist. Ihren Ambulanzflug organisieren wir schnell und zuverlässig – einschließlich aller benötigten Bodentransporte dank unseres „Bett zu Bett“ Service.

Kontaktieren Sie uns

Wir sind täglich rund um die Uhr für Sie erreichbar und beraten Sie gern. Auf Wunsch erstellen wir kostenlos ein unverbindliches Angebot für Ihren Ambulanzflug. Kontaktieren Sie uns:

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