Fliegen mit Bronchitis

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Bronchitis, was ist das für eine Erkrankung?

Der Begriff Bronchitis beinhaltet im Grunde nicht nur eine Krankheit, sondern mindestens drei. Meist werden weitere Formen von Erkrankungen im Lungenbereich zumindest im Allgemeinverständnis als Bronchitis bezeichnet. Das Wort Bronchitis wird vom menschlichen Bronchialsystem abgeleitet. Dabei handelt es sich um die Luftwege der Lunge.

Frau mit Bronchitis

Sicher hat jeder schon einmal als Grafik die einer Baumkrone ähnelnden Verzweigungen in der Lunge gesehen – genau das sind die Bronchien. Über das Bronchialsystem wird dem Körper mit Sauerstoff angereicherte Atemluft zugeführt und verbrauchte, mit Kohlenstoffdioxid angereicherte Luft abgeführt. Dazu erfolgt in den Bronchien die Umwandlung der Atemluft in kleine Bläschen, die am Ende der Verzweigungen gegen verbrauchte Bläschen ausgetauscht werden. Ab diesem Übergabepunkt, dem Gasaustausch zwischen Lunge und Blutkreislauf, übernehmen Blutzellen den Weitertransport zu den Organen. Die Bronchitis als Krankheitsbild der Atemwege unterteilt sich in die

  • chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
  • die akute Bronchitis
  • die chronische Bronchitis

Bei der COPD handelt es sich um eine Entzündung an den kleinen Atemwegen, die eine erhöhte Schleimproduktion und die Zerstörung des Lungengewebes zur Folge hat. Die hauptsächliche Ursache für COPD ist das Rauchen.

Die akute Bronchitis ist eine beim Patienten frisch entstandene Entzündung der oberen Atemwege. Allerdings können die Symptome und Ursachen sehr unterschiedlich und oft auch nicht klar definierbar sein. Husten, Atemgeräusche, im späteren Verlauf auch Auswurf sind die üblichen Symptome einer akuten Bronchitis. Die Auslöser können Infektionen durch Pilze, Bakterien oder Viren sein, aber auch andere Gründe können vorliegen.

Wie bei der COPD ist auch bei der chronischen Bronchitis das Rauchen der Hauptverursacher für die Krankheit. Die chronische Bronchitis entsteht durch die langsame Degeneration der Flimmerhärchen in der Lunge. Die für die Selbstreinigung der Lunge zuständigen Flimmerhärchen können ihre Aufgabe aufgrund von Ablagerungen, wie beispielsweise Teer aus Zigaretten, nur noch schlecht erfüllen. Es sammelt sich vermehrt Schleim in der Lunge an, der vom Patienten abgehustet werden muss. 

Kann mit Bronchitis eine Flugreise gemacht werden?

Es kommt bei allen drei Erscheinungsformen der Bronchitis auf den Grad der Erkrankung und den Allgemeinzustand der jeweiligen Person an, ob eine Flugreise kein zu hohes Risiko darstellt. Eine Flugreise ist also bedingt möglich, jedoch sollte zuvor der behandelnde Arzt konsultiert werden.

Warum kann Fliegen mit Bronchitis gefährlich werden?

Beim Fliegen mit einer Bronchitis besteht weniger für die Lunge eine Gefahr, sondern eher für das Herz. Wer ein Passagierflugzeug besteigt, begibt sich in einen Bereich, der bezüglich der Atmosphäre einer Höhe von etwa 2500 m entspricht. Jedes Großraumflugzeug, das Flughöhen von 10.000 m und mehr erreicht, besitzt eine Druckkabine, die einen Kabineninnendruck beibehält, der gesunden Menschen nichts anhaben kann, also etwa 2500 m ü. N.

Nur zum Verständnis: Der Anteil an Sauerstoff in der Atmosphäre ist in 10.000 m Höhe genauso groß wie am Erdboden. Allerdings dehnen sich dort oben die Luftmoleküle so stark aus, dass die menschlichen Atemwege, die sich nicht im gleichen Maß ausdehnen können, viel weniger dieser nun übergroßen Luftmoleküle aufnehmen können. 

Für Menschen mit Bronchitis stellen jedoch schon 2500 m ü. N. ein Risiko dar. Die verminderte Lungenfunktion zwingt das Herz, schneller zu schlagen, um den Körper weiterhin ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Dazu wird auch die Atemfrequenz beschleunigt. Das Herz wird in kurzer Zeit einer hohen Belastung ausgesetzt, zumal es mitunter untrainiert ist und eventuell zusätzliche Belastungen wie Übergewicht vorhanden sind. In der Folge kann es zu einem Herzinfarkt kommen.

Mit dem Ambulanzflugzeug trotz Bronchitis sicher fliegen

Während Personen, die an COPD oder einer chronischen Bronchitis leiden, das Risiko von Flugreisen kennen und diese in der Regel vermeiden, kann eine akute Bronchitis sehr plötzlich auftreten, etwa während eines Auslandsaufenthalts. Der behandelnde Arzt wird sicher davon abraten, für die Rückreise ein Flugzeug zu besteigen. Je nach Entfernung schließen sich unter Umständen auch der Land- oder der Seeweg für die Heimreise aus, vom Zeitverlust erst gar nicht zu reden. Die akute Bronchitis im Gastland auszukurieren, bedeutet rund 10 Tage mehr einzuplanen. Alles keine wirklich optimalen Optionen.

Eine mögliche Alternative ist der Heimflug im Ambulanzflugzeug. Mit einem Ambulanzflugzeug kann ein sogenannter Sea-Level-Flug durchgeführt werden. Das bedeutet, dass in der Druckkabine des Flugzeugs der Innendruck so verstärkt wird, dass keine extreme Belastung des Herzens zu befürchten ist. Dazu steht medizinisches Begleitpersonal zur Verfügung, das im Ernstfall entsprechende Gegenmaßnahmen durchführen kann, etwa die Verabreichung von zusätzlichem Sauerstoff.

Was kostet ein Ambulanzflug?

Ein Ambulanzflug ist natürlich nicht mit einem Linienflug vergleichbar. Es ist ein individuell organisierter Flug mit einer Vielzahl von Indikatoren, die bei den Kosten mit einberechnet werden müssen. Der größte Faktor ist hierbei in der Regel die Flugstrecke. Sie bestimmt den Verbrauch und die Dauer des Fluges. Dazu kommen Parameter wie der Patientenzustand, die Dringlichkeit des Flugs, die Anzahl der Begleitpersonen sowie die Notwendigkeit eines Bodentransports. Eine pauschale Aussage zu den Kosten ist deshalb nicht möglich, sondern kann nur anhand von Fakten getroffen werden.

Warum ist die Ambulanzflug-Zentrale der richtige Ansprechpartner?

Die wichtigsten Kriterien bei einem Ambulanzflug sind zum einen die Schnelligkeit, in der das Flugzeug, die Crew und das Begleitpersonal bereitstehen und zum anderen der organisatorische Bereich wie etwa Anmeldungen bei Behörden, Start- und Landeerlaubnis, Flugroutenfestlegung, eventuelle Beachtung von Embargos oder Überflugverboten von Drittländern usw. Die Ambulanzflug-Zentrale ist in dieser Hinsicht mit ihrem Netzwerk und ihrer Erfahrung bestens aufgestellt. Die zahlreichen Einsätze auf allen Kontinenten dieser Erde sowie die Vielzahl an Patienten, die sicher, schnell und wohlbehalten zurück in ihre Heimat kamen und kommen, sprechen für die Ambulanzflug-Zentrale als Ihr Ansprechpartner für Ihren Krankentransport. 

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Wenn Sie an einem Ambulanzflug interessiert sind, sind wir täglich rund um die Uhr für Sie da. Kontaktieren Sie uns gerne für eine kostenlose Beratung oder eine unverbindliche Kalkulation der Kosten für Ihre Auslandsrückholung.

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