Fliegen mit instabiler Halswirbelsäule

Nur wenige Nicht-Betroffene wissen, wie groß die Einschränkungen sind, die durch eine instabile Halswirbelsäule entstehen. Wenn die Verbindung zwischen Kopf und Wirbelsäule außergewöhnlich beweglich ist – zum Beispiel aufgrund des Ehlers-Danlos-Syndroms, einer Erkrankung des Bindegewebes – kann dies das Rückenmark, verschiedene Nerven oder Blutgefäße zusammendrücken oder Druck auf den Hirnstamm ausüben. Das kann unter anderem zu Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel, Sprech- oder Sehstörungen und Gedächtnisprobleme führen. Häufig sind bereits junge Erwachsene betroffen und ihre Lebensqualität wird dadurch deutlich eingeschränkt. Da die Diagnose einer HWS-Instabilität nicht immer leicht ist, kommen oft noch Ratlosigkeit und Frustration hinzu, weil alle Ärzte im Dunkeln tappen.

Frau mit Halskrause beim Arzt

Auch Flugreisen bergen durch eine instabile Halswirbelsäule gesundheitliche Risiken: Schon in vergleichsweise milden Fällen können die Kräfte, die gerade bei Start und Landung auf die Halswirbelsäule wirken, zu neuen Symptomen führen oder bestehende Probleme verschlimmern. Deshalb tragen viele Betroffene auf Linienflügen eine Halskrause, die Kopf und Nacken stützt. Dazu kommen viele Belastungen im Umfeld des Fluges: Langes Stehen oder Laufen am Flughafen, viel Gedränge und schweres Gepäck führen dazu, dass die Flugreise eine äußerst unangenehme Erfahrung werden kann. Oft kann der Mobilitätsservice des Flughafens hier zumindest für etwas Entlastung sorgen und zum Beispiel den Fluggast im Rollstuhl zum Flugzeug bringen.

Wenn ein Linienflug unmöglich ist

In schweren Fällen kann ein Linienflug durch die Diagnose "instabile Halswirbelsäule" vollkommen ausgeschlossen sein: Beispielsweise können durch den Druck auf den Hirnstamm bereits geringfügige Außenreize wie Helligkeit oder Geräusche unerträglich werden. Auch Schwindelanfälle und Schmerzen können so heftig sein, dass ein Linienflug unmöglich ist. An Vergnügungsreisen ist in derartig schweren Fällen ohnehin nicht zu denken. Doch eine Behandlung der Erkrankung – zum Beispiel, indem die Halswirbelsäule durch Operation stabilisiert wird – kann unter Umständen nur bei wenigen Spezialisten durchgeführt werden, die ohne eine Flugreise kaum zu erreichen sind.

Viele europäische Patienten entscheiden sich beispielsweise für eine chirurgische Behandlung in Barcelona. Dort werden im Rahmen einer Operation der erste und zweite Halswirbel miteinander verschmolzen. Dadurch ist die Halswirbelsäule weniger beweglich und was bei gutem Verlauf zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden führt.

Krankentransport im Ambulanzjet

Bombardier Learjet 35

In solchen Fällen kann ein Krankentransport im Ambulanzjet die Lösung sein: Hier ist alles darauf abgestimmt, Kopf und Wirbelsäule zu schonen und dem Patienten einen medizinisch sicheren Transport zu ermöglichen. Ein erfahrener Flugarzt übernimmt an Bord die Verantwortung für den Patienten und kümmert sich zusammen mit einem Krankenpfleger um dessen Wohlbefinden. Auf Wunsch kann ein Angehöriger den Flug begleiten, andere Fluggäste gibt es nicht. So wird der Reisende nicht unnötig belastet und ihm bleiben die Unannehmlichkeiten erspart, die mit einem regulären Linienflug verbunden sind.

Aus medizinischer Sicht ist ebenfalls für alles gesorgt: Die Ausrüstung an Bord bietet Verhältnisse wie auf einer modernen Intensivstation und wird vor dem Flug spezifisch angepasst, um den erkrankten Fluggast zu transportieren. Die medizinische Besatzung kümmert sich während des gesamten Fluges nur um einen einzigen Patienten und ist dadurch sofort zur Stelle, wenn ein Eingreifen notwendig ist.

Ein weiterer Vorteil, den Ambulanzflugzeuge bieten ist ihre enorme Flexibilität. Sie können genau zum gewünschten Zeitpunkt einsatzbereit gemacht werden – auch äußerst kurzfristig, wenn es die Situation erfordert. Dazu sind Ambulanzjets nicht an die großen internationalen Verkehrsflughäfen gebunden und können stattdessen auch auf kleineren Flughäfen starten und landen. Dadurch können sie den Patienten ganz in der Nähe seines Aufenthaltsortes abholen und die Belastung durch Bodentransporte so gering wie möglich halten.

Was kostet ein Ambulanzflug?

Nur wenige Versicherungen tragen die Kosten für einen Ambulanzflug ins Ausland. Dennoch lohnt es sich immer, Kontakt mit der eigenen Krankenversicherung aufzunehmen und die Chancen auf eine vollständige oder zumindest anteilige Kostenübernahme zu diskutieren.

Gerade wenn der Ambulanzflug aus eigener Tasche bezahlt werden muss, wünschen sich die Patienten und ihre Angehörigen meistens einen genauen Aufschluss über die zu erwartenden Kosten. Da diese Kosten individuell kalkuliert werden müssen, können wir an dieser Stelle nur erklären, welche Faktoren in unsere Kalkulation einfließen:

  • Die zurückzulegende Strecke beeinflusst die Kosten für Personal und Treibstoff, aber unter Umständen auch die Kosten, die mit Lande- und Überfluggenehmigungen verbunden sind. Dadurch ist sie einer der wichtigsten Einflussfaktoren.
  • Der genaue Gesundheitszustand des Patienten beeinflusst, welche medizinischen Maßnahmen während des Ambulanzflugs erforderlich sind. Diese Maßnahmen beeinflussen auch den Flugpreis.
  • Wenn mehr als eine Begleitperson im Ambulanzflugzeug untergebracht werden soll, ist meistens der Einsatz eines größeren Flugzeugs notwendig. Dieses ist im Vergleich zu kleineren Modellen im Normalfall teurer.
  • Die Verfügbarkeit geeigneter Flugzeuge am gewünschten Flugtag beeinflusst ebenfalls den Preis. Je größer die Vorlaufzeit und die allgemeine zeitliche Flexibilität des Flugs, desto günstiger fällt der Flug normalerweise aus.

Wenn Sie einen verlässlichen Richtpreis für Ihren Fall einholen möchten, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir besprechen gerne Ihre Situation und kalkulieren für Sie unverbindlich die Kosten.

Was spricht für die Ambulanzflug-Zentrale?

Vertrauen Sie auf unsere langjährige Erfahrung. Wir haben bereits zahlreiche Patienten mit instabiler Halswirbelsäule sicher ans Ziel gebracht und ihnen so die Behandlung durch die besten Spezialisten ermöglicht. Durch unsere internationale Vernetzung können wir Ihnen für jede Flugstrecke einen Ambulanzflug anbieten. Auch die Abstimmung mit der aufnehmenden Klinik im Ausland funktioniert dank unseres vielsprachigen Teams reibungslos.

Um die Belastung für unseren Fluggast so gering wie möglich zu halten, bieten wir unseren „Bett zu Bett“ Service an. Wir holen unseren Fluggast mit einem Krankenwagen an seinem Aufenthaltsort ab und bringen ihn zum Flughafen – direkt bis ans wartende Ambulanzflugzeug. Auch am Flugziel wartet ein Krankenwagen und bringt den Patienten bis ins aufnehmende Krankenhaus. Natürlich koordinieren wir alle Abhol- und Übergabezeiten und vermeiden dadurch unnötige Verzögerungen.

Haben Sie noch Fragen?

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie ein Ambulanzflug abläuft, empfehlen wir Ihnen einen Blick in unsere FAQ.

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Wir sind der zuverlässige Partner für Ihren Ambulanzflug. Unser erfahrenes Team ist täglich rund um die Uhr für Sie da und berät Sie gerne. Kontaktieren Sie uns:

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