Fliegen mit Thrombose

Was ist eine Thrombose?

Das menschliche Blut besitzt die Eigenschaft zu gerinnen. Das heißt, dass es in Verbindung mit Luft verklumpt. Dies ist ein Schutzmechanismus, der bei offenen Wunden dafür sorgt, dass der Blutstrom unterbrochen wird. Es bildet sich der Schorf, unter dem der Heilungsprozess fortgesetzt wird.

Unter bestimmten Bedingungen kann es aber auch in den Adern oder Venen eines Menschen dazu kommen, dass sich Teile des Blutes verklumpen. Ein solcher Blutklumpen wird in der Medizin Thrombus genannt. Der Namensgeber hierfür war im 2. Jahrhundert der griechische Arzt Galen.

Ein Thrombus verringert den Blutfluss abhängig von dem Entstehungsort in der jeweiligen Ader oder auch im Herzen. Dies kann zu unterschiedlichen Folgekrankheiten führen, deren Ursache Thrombose genannt wird.
Sehr häufig kommen sogenannte Beinthrombosen vor, bei denen die Adern der unteren Beinglieder verstopft werden und in der Folge Durchblutungsstörungen auftreten. Eine Thrombose kann aber auch einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt oder eine Lungenembolie verursachen.

Was sind die häufigsten Risikofaktoren für die Entstehung von Thrombosen?

In der Medizin werden 12 Faktoren genannt, die für ein besonders hohes Risiko  einer Thrombosenbildung sorgen können. Dazu gehören unter anderem:

  • Rauchen
  • Fettleibigkeit
  • Flüssigkeitsmangel
  • Bewegungsmangel
  • Schwangerschaft
  • Häufige Verletzungen der Blutgefäße (z. B. Heroinmissbrauch)

Meist sind es mehrere Faktoren gleichzeitig, die zu einer Thrombose führen. Typische Beispiele finden sich im Bereich von Bildschirmarbeitsplätzen mit Bewegungsmangel, kombiniert mit falscher, sprich sehr fetthaltiger Ernährung, viel Kaffee und regelmäßigen Raucherpausen.

Bei etwa zwei Drittel aller in Deutschland auftretenden Thrombose-Erkrankungen sind die Patienten 65 Jahre und älter. Dazu muss erklärt werden, dass sich eine Thrombose meist über viele Jahre hinweg entwickelt und nur selten spontan auftritt.

Was kann beim Fliegen mit Thrombose passieren?

Personen im Flugzeug

Thrombosen werden in der Regel, wenn keine lebensbedrohliche Situation besteht, zunächst mittels entsprechender Medikamente aufgelöst. Das geht jedoch nicht von heute auf morgen, sondern dauert eine gewisse Zeit. Wer während der medikamentösen Thrombosebehandlung fliegt, geht das Risiko ein, dass sich der Blutpfropfen, der Thrombus, von der Wand des jeweiligen Blutgefäßes löst und im schlimmsten Fall in Richtung Lunge, Herz oder Gehirn wandert.

Verursacht wird dies durch die beim Fliegen geänderten Luftdruckverhältnisse: Im Flugzeug entspricht der Luftdruck etwa einer Höhe von 2500 m über Normalnull. Durch den geringeren Luftdruck weiten sich die Blutgefäße und der Blutfluss beschleunigt sich. Dies kann zum Abriss des Thrombus führen. Verstärkt wird der Effekt mitunter durch eine beengte Sitzhaltung in der Economy-Class, die oft nur knappe Zwischenräume in der Bestuhlung vorweist. Die Passagiere sitzen mit stark angewinkelten Beinen nicht selten über mehrere Stunden. Gleichzeitig steigt der Blutdruck. Stehen die Personen dann auf, so ist das wie ein sich plötzlich öffnendes Ventil. Das Blut transportiert den Thrombus in solchen Fällen sehr schnell in die kritischen Bereiche.

Ambulanzflug bei bestehender Thrombose

Wer sich einer Thrombose-Behandlung unterzieht, sollte auf Flugreisen verzichten. Wenn ein Flug allerdings unumgänglich ist, kann ein Ambulanzflug in Erwägung gezogen werden. Dabei besteht die Möglichkeit eines Sea-Level-Flugs. Wenn es nicht anders geht, ist ein sogenannter Sea-Level-Flug in einem Ambulanzjet eine Möglichkeit, das Risiko deutlich zu senken.

Bei einem Sea-Level-Flug wird entweder der Druck in der Kabine erhöht oder das Flugzeug geht auf eine geringere Flughöhe, wodurch sich die Blutgefäße des oder der Patientin verengen. Was sich nun so einfach anhört, bedeutet für die Piloten und die Maschine selbst eine durchaus hohe Belastung, verbunden mit erhöhtem Treibstoffverbrauch und oft muss auch die Flugroute geändert werden. Der Flug dauert in der Regel länger. Aus diesem Grund erfolgt ein Sea-Level-Flug nur bei einer bereits medizinisch festgestellten Thrombose, nicht jedoch, wenn lediglich das Risiko einer Thrombosebildung besteht.

Was kostet ein Ambulanzflug?

Die Kosten für einen Ambulanzflug setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen, die in ihrer Ausprägung bei jedem Flug variieren: Start- und Zielort spielen genauso eine Rolle wie die Dauer des Fluges und die Route sowie eine ganze Reihe von Sachständen, die es abzuklären gilt.

Darum können für keinen Ambulanzflug pauschale Kosten genannt werden, ohne die wichtigsten Parameter zu kennen. Es bewegt sich auf jeden Fall in einem angemessenen Rahmen und wer die Organisation des Ambulanzfluges in die richtigen Hände gibt, kann sicher sein, dass die Flugkosten in einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis stehen.

Die Ambulanzflug-Zentrale, die richtigen Hände

Seit Jahrzehnten organisiert die Ambulanzflug-Zentrale Krankentransporte, ob regional oder interkontinental. Das Team ist dank seiner langjährigen Erfahrung und des umfangreichen Netzwerks in der Lage, in kürzester Zeit einen Ambulanztransport auf die Beine zu stellen, der die größtmögliche Sicherheit sowie den schonenden Umgang mit dem oder der Patientin gewährleistet, ohne dabei den Kostenfaktor aus den Augen zu verlieren.

Kontaktieren Sie uns

Wir sind täglich rund um die Uhr für Sie da und beraten Sie kostenlos. Auf Wunsch erstellen wir Ihnen gerne ein unverbindliches Angebot für Ihren Ambulanzflug. Kontaktieren Sie uns:

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