Fliegen nach Koma

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Tiefer Schlaf ist die deutsche Übersetzung für das altgriechische Wort Koma. Allerdings ist das Koma als medizinisch behandelbarer Zustand erst seit etwa Mitte des 20. Jahrhunderts möglich. Mit der Einrichtung der ersten Intensivstation im Jahr 1954 in Kopenhagen durch den Anästhesisten Björn Aage Ibsen konnten auch Komapatienten betreut werden.

Doch was genau ist ein Koma?

intubierte Person

Bei einem Koma handelt es sich um eine tiefe Bewusstlosigkeit des Patienten. Ausgelöst wird das Koma durch eine Störung in der Großhirnfunktion. Dabei ist das Koma keine Krankheit, sondern die Folge einer Krankheit. Es gibt eine ganze Reihe von Krankheiten, die ein Koma auslösen können. Zum Beispiel:

Aber auch Stoffwechselstörungen wie eine Niereninsuffizienz, ebenso ein Stromschlag oder eine Vergiftung können ein Koma auslösen. Das Koma kommt in verschiedenen Abstufungen vor und wird über eine Punkteskala, der Glasgow Coma Scale für Erwachsene, unterteilt.

Das tiefste Koma wird hierbei mit einem Punkt bewertet, ein leichtes Koma mit 4 Punkten. Es gab schon Patienten, die über 20 Jahre im Tiefschlaf lagen und wieder aus dem Koma erwachten. Glücklicherweise erwachen aber die meisten Menschen aus einem Koma schon nach wenigen Tagen und kehren zurück ins Leben, wobei die Rekonvaleszenz unterschiedlich lange dauert.

Warum ist das Fliegen nach einem Koma riskant?

Aus einem Koma zu erwachen, ist nicht so, wie aus dem Schlaf zu erwachen. Vielmehr läuft das Erwachen aus dem Koma in Stufen ab. In der Regel folgt nach dem Koma das Wachkoma. In dieser Phase kehren immer mehr bewusste Reaktionen zurück. Auch wenn der oder die Patientin letztlich ansprechbar ist und Aufforderungen, bestimmte Handlungen selbst durchführen kann, bedeutet dies nicht unbedingt die vollständige Heilung.

Dementsprechend besteht ein relativ hohes Risiko beim Fliegen nach einem Koma. Denn während eines normalen Fluges, beispielsweise in einer Linienmaschine, sind es vor allem die veränderten Luftdruckverhältnisse in der Maschine, die unter Umständen ein erneutes Koma auslösen können.

Die häufigsten Krankheiten, die ein Koma verursachen, sind selbst im Gehirn angesiedelt (siehe obige Liste). Dass eine Person aus dem Koma erwacht, bedeutet nicht, dass die auslösende Krankheit vollständig verheilt ist. Ein komatöser Schlaganfall-Patient braucht zum Beispiel Jahre um wieder vollständig zu genesen, wenn es denn überhaupt gelingt.

Bei allen aufgeführten Krankheiten bedeutet ein verringerter Luftdruck in einer Passagierkabine ein hohes Rückfallrisiko. Der im Flugzeug herrschende Luftdruck entspricht dem welcher auf dem Gipfel eines 2500 m hohen Berges herrscht. In dieser Höhe dehnen sich die Blutgefäße im Körper aus. In den Arealen des Gehirns können sie so auf bereits geschädigte Bereiche drücken und zum Beispiel ein Blutgerinnsel auslösen. 

Wenn das Fliegen sein muss, dann nur im Ambulanzflugzeug

Es gibt Situationen, in denen auch für ehemalige Koma-Patienten eine Flugreise unvermeidlich ist. Etwa dann, wenn sie die Krankheit und das daraus resultierende Koma während einer Auslandsreise erlitten und sie, nach der stationären Erstbehandlung, wieder zurück in die Heimat wollen. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die Strapazen und damit die Risiken, die mit einem Linienflug einhergehen, wirklich in Kauf genommen werden sollten.

Eine vernünftige Alternative ist das Ambulanzflugzeug. Es ist genauso schnell wie die Linienmaschine. Allerdings ist es so ausgestattet, dass sich das Risiko einer weiteren Schädigung aufgrund des zu geringen Luftdrucks erheblich mindert. Um einen Luftdruck zu gewährleisten, der dem normalen Druck am Boden entspricht, verfügt die Maschine über eine verstärkte Kabine, die es möglich macht, künstlich einen höheren Luftdruck aufzubauen. Gleichzeitig führt der Pilot einen Sea-Level-Flug durch, einen Flug mit verringerter Flughöhe, um die Gefahr der Ausdehnung der Blutgefäße zu umgehen. Selbstverständlich ist während des gesamten Fluges ein medizinisches Team an Bord, um eine bestmögliche Betreuung zu gewährleisten.

Wie hoch sind die Kosten für einen Ambulanzflug?

Ambulanzflugzeuge sind speziell ausgestattet und auch technisch „aufgerüstet“. Je nach Modell können sie auf sehr kurzen Pisten landen und starten und bei Bedarf eine komplette Intensivstation an Bord mitführen. Dazu kommt die Crew und das medizinische Bordpersonal, die zusammen mit der Maschine für den Ambulanzflug bereitstehen, von wo und wohin auch immer dieser ausgeführt wird.

Es ist unmöglich zu sagen, wie viel ein Ambulanzflug kostet, bevor nicht bestimmte Parameter vorliegen, die eine Kalkulation ermöglichen. Start- und Zielort, Patientenzustand, das zur Verfügung stehende Zeitfenster, sowie die Anzahl der Begleitpersonen gehören zu den wichtigen Indikatoren für die Preisberechnung. Nach Erhalt dieser Informationen kann ein unverbindliches Angebot erstellt werden. 

Besser mit der Ambulanzflug-Zentrale

Einen Ambulanzflug schnell und in einem vernünftigen Kostenrahmen zu organisieren, ist keine einfache Aufgabe. Je größer das Netzwerk, desto schneller und günstiger kann der Ambulanzflug auf die Beine gestellt werden. Die Ambulanzflug-Zentrale verfügt über Jahrzehnte an Erfahrung und ein entsprechend großes Netzwerk. Dies ermöglicht einen schnellen und sicheren Patiententransport von fast jedem Kontinent dieser Erde. 

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Unser erfahrenes Team ist täglich rund um die Uhr für Sie erreichbar und informiert Sie kostenlos über einen Ambulanzflug nach einem Koma. Auf Wunsch erstellen wir Ihnen ein unverbindliches Angebot für Ihren Fall.

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