Fliegen nach Lungenembolie

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Der Mensch beweist sich immer wieder durch extreme Leistungen. So zum Beispiel der Kroate Budimir Sobat, der es am 31. März 2021 schaffte, 24 Minuten und 33 Sekunden unter Wasser die Luft anzuhalten. Allerdings atmete er zuvor reinen Sauerstoff ein. Aber auch mit normaler Atemluft ist der Weltrekord beachtlich. Aktuell steht er bei 11:54 Minuten: aufgestellt von Branko Petrovic am 7. Oktober 2014.

Lungenembolie

Die meisten gesunden Menschen kommen über eine Minute des Luftanhaltens kaum hinaus und ein nicht geringer Teil der Bevölkerung kann selbst von dieser einen Minute nur träumen. Vielmehr ist diese Personengruppe schon froh, genug Luft zum Atmen zu bekommen. Dazu gehören etwa Menschen, die eine Lungenembolie erlitten haben.

Was ist eigentlich eine Lungenembolie?

In der überwiegenden Mehrheit wird eine Lungenembolie durch ein Blutgerinnsel ausgelöst, das in den tiefen Bein- oder Beckenvenen entsteht, sich dort ablöst und über die untere Hohlvene durch das Herz in die Pulmonalarterien der Lunge gelangt. In der Regel sind es mehrere Blutgerinnsel gleichzeitig oder leicht zeitlich versetzt, die die Lungen-Arterien verstopfen.

So wird das sauerstoffreiche Blut zumindest teilweise in den Arterien gehindert, weiter in den Organismus zu gelangen. Der Austausch verbrauchter Atemluft gegen frische Atemluft funktioniert nur noch schlecht. Es gibt, abhängig von der Größe der Blutgerinnsel, kleine wie große Lungenembolien. Kleinere Embolien können sich von selbst auflösen, bei größeren Embolien entsteht akute Atemnot, oft in Verbindung mit Herzschmerzen. Große, überstandene Lungenembolien hinterlassen in der Lunge Narbengewebe, weshalb das Fliegen mit einer überstandenen Lungenembolie gefährlich sein kann.

Warum ist Fliegen mit Lungenembolie gefährlich?

Ist in einer der Lungenflügel einmal Narbengewebe entstanden, bleibt dieses auf Lebenszeit bestehen und in diesem Bereich ist die Lungenfunktion beeinträchtigt. Zugleich besteht unmittelbar nach einer überstandenen Lungenembolie ein erhöhtes Risiko, weitere Embolien zu erleiden. Das hängt mit der Dickflüssigkeit des Blutes zusammen, das zuerst über einen längeren Zeitraum medikamentös verdünnt wird, wobei auch weitere, in den Beinvenen vorhandene Blutgerinnsel aufgelöst werden.

Menschen im Passagierflugzeug

In diesem Zeitraum ein Passagierflugzeug zu besteigen, erhöht das Risiko einer erneuten Lungenembolie beträchtlich. Dies hängt einerseits mit dem beengten Sitzen über mehrere Stunden zusammen, was in den angewinkelten Beinen zu Stauungen und erneuten Gerinnseln führen kann, andererseits mit dem im Flugzeug herrschenden geringeren Luftdruck.

Der verringerte Luftdruck zwingt das Herz schneller zu pumpen, gleichzeitig dehnen sich die Blutgefäße aus und bereits bestehende Blutgerinnsel in den Beinvenen können sich einfacher von der Veneninnenwand lösen und zum Herz wandern. Allgemein wird eine Wartezeit von 6 Monaten angegeben, bis nach einer überstandenen Lungenembolie wieder geflogen werden darf.

Wenn das Fliegen sein muss, am besten mit einem Ambulanzflugzeug

Lungenembolien können jederzeit auftreten, etwa nach einem Flug in den weit entfernten Urlaubsort oder zu einem wichtigen Geschäftstermin im Ausland. Der Rückflug im normalen Passagierjet ist dann praktisch ausgeschlossen. Allerdings wird auch kaum jemand 6 Monate abwarten können, bis der Rückflug wieder möglich ist.

Die vernünftige Alternative ist ein Krankenrücktransport im Ambulanzflugzeug. Ein Ambulanzflugzeug kann auf die jeweiligen medizinischen Bedürfnisse des oder der Patientin eingerichtet werden. In Bezug auf Personen, die einem erhöhten Risiko einer Lungenembolie ausgesetzt sind, ist das die Durchführung eines sogenannten Sea-Level-Fluges, der dafür sorgt, dass der Luftdruck in der Kabine angepasst wird.

Gleichzeitig kann der Patient bei Bedarf durch das medizinische Begleitpersonal mit Sauerstoff und blutverdünnenden Medikamenten versorgt werden. Sollte es trotz aller vorsorgenden Maßnahmen zu Komplikationen kommen, ist der mitfliegende Arzt oder die Ärztin sofort zur Stelle, um Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Was kostet so ein Ambulanzflug?

Die wichtigsten Faktoren zur Berechnung der Kosten zur Durchführung eines Ambulanzfluges sehen so aus:

  • Entfernung zwischen Start- und Zielort?
  • Wird ein Bodentransport benötigt?
  • Welcher Flugzeugtyp wird benötigt?
  • Wie ist der Gesundheitszustand des Patienten?
  • Wie viele Begleitpersonen sollen mitfliegen?
  • Wie groß ist das Zeitfenster für die Organisation des Fluges? 

Anhand dieser wichtigen Informationen können die Flugkosten ermittelt werden. Jeder Ambulanzflug ist ein sehr individueller Vorgang, bei dem eine Vielzahl von Fragen im Vorfeld geklärt werden müssen. Deshalb kann auf die Frage nach den Kosten keine pauschale Aussage getroffen werden, solange die Daten nicht vorliegen.

Die Ambulanzflug-Zentrale: Ihr Profi für Ihren Ambulanzflug

Wer einen Ambulanzjet benötigt, hat meist nur wenig Zeit für die Organisation. Die Frage, wo die Ambulanzflugzeuge zum gewünschten Termin gechartert werden können, ist ohne Wissen, Erfahrung und ein umfangreiches Netzwerk kaum zu beantworten.

Dafür gibt es das Team der Ambulanzflug-Zentrale, welches sich seit Jahren mit der Organisation von Ambulanzflügen aus allen Kontinenten dieser Erde beschäftigt. Das in dieser Zeit erlangte Spezialwissen hilft nicht nur den Flug schnell und reibungslos zu organisieren, es kann ebenso Kosten sparen. Darum ist die Ambulanzflug-Zentrale die erste Anlaufstelle für Ambulanzflüge.

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