Fliegen nach Medikamenten

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Unsere moderne Medizin spielt neben der Ernährung und einem sicheren sozialen Umfeld eine wichtige Rolle bezüglich unserer Lebenserwartung. Diese ist ein Indiz dafür, wie gesund eine Gesellschaft ist.

Frau mit Medikamenten

Medikamente können aber auch gefährlich sein, denn wenn etwa ein Arzt oder eine Ärztin ein Medikament verschreibt, dann in der Regel unter der Prämisse, dass dessen Einnahme unter den bekannten Bedingungen erfolgt. Die Wirkung von Medikamenten kann sich einerseits unter veränderten Umgebungsbedingungen verstärken oder verringern und andererseits kann der Körper wiederum unter veränderten Bedingungen auf Medikamente anders reagieren als vorgesehen.

Eine Flugreise ist eine Situation, in der sich die Umgebungsbedingungen verändern.

Menschen in Linienflugzeug

Um zu wissen, welche Medikamenteneinnahme vor einer Flugreise eine Gefahr darstellt, muss darauf eingegangen werden, was sich denn in einem Flugzeug gegenüber der normalen Umgebung verändert:

  • Der Luftdruck sinkt
  • Die Luftfeuchtigkeit sinkt
  • Die Bewegungsfreiheit schränkt sich ein

Geringer Luftdruck im Flugzeug: Medikamente, die deshalb vermieden werden sollten 

En Passagierflugzeug bewegt sich je nach Flugroute auf Reisehöhen von etwa 5000 bis zu 13.000 m. Im Flugzeug selbst ist der Luftdruck jedoch auf etwa eine Höhe von 2500 m eingestellt, was für einen gesunden Menschen kein Problem ist. Allerdings können bestimmte Medikamente den Sauerstoffgehalt im Blut leicht senken. Das ist auf dem Boden eigentlich kein größeres Problem, in der Luft jedoch schon, weil der geringere Luftdruck den Körper zwingt, schneller zu atmen, um den ebenso geringeren Sauerstoffanteil auszugleichen. Wurde nun schon im Voraus der Sauerstoffanteil im Blut durch ein Medikament gesenkt, kann dies während des Fluges zu einer Sauerstoffunterversorgung führen.

Deshalb sollte vor einer Flugreise auf Medikamente verzichtet werden, die den Säuregehalt im Körper steigern. Das können Mittel gegen Osteoporose sein oder auch Säure-Tabletten zur Bildung von Magensäure. Ist der Säure-Basen-Haushalt des Körpers nicht ausgeglichen und es befindet sich zu viel Säure im Körper, kann dies zu einer erhöhten CO2-Konzentration im Blut und letztlich zu Atemnot während des Fluges führen.

Geringe Luftfeuchtigkeit im Flugzeug: Welche Medikamente vermieden werden sollten?

Die Luft in einem Flugzeug ist während des Fluges sehr trocken. Im Umwälzsystem sowie der Frischluftzufuhr des Flugzeuges sind Filter eingebaut, die der Luft die Feuchtigkeit entziehen. Das hat seinen Grund: Zum einen wird durch die trockene Luft Kondensation und letztlich Korrosion am Flugzeug vermieden. Zum anderen ist trockene Luft viel weniger mit Keimen, Bakterien oder Viren belastet als feuchte Luft.

Allerdings lässt die trockene Luft auch die Nasen- und Mundschleimhäute der Passagiere austrocknen, wogegen natürlich eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hilft. Nun kann die trockene Luft den Effekt entwässernder Medikamente, die vor dem Flug eingenommen wurden, verstärken. Dabei kann es durch Ausschwemmung zu einem Kaliummangel kommen, der sich negativ auf die Herztätigkeit auswirkt.

Zu wenig Bewegung im Flugzeug: Medikamente, die nicht eingenommen werden sollten

Die Gefahr der Thrombose durch zu langes und beengtes Sitzen im Flugzeug ist weitgehend bekannt. Außerdem ist bekannt, was dagegen am besten hilft. Weniger bekannt ist, dass manche Medikamente, die vor einem Flug eingenommen werden, das Risiko einer Thrombose steigern können: So etwa das Vitamin K, das gerne zusätzlich eingenommen wird, um den Knochenbau zu verbessern. Vitamin K sorgt aber auch dafür, dass das Blut schneller gerinnt, was somit das Thromboserisiko erhöhen kann.

Im Ernstfall mit dem Ambulanzflug auch nach Medikamenteneinnahme sicher fliegen

Es gibt Situationen, in denen sich weder die Flugreise noch die Einnahme von entsprechend risikobehafteten Medikamenten vermeiden lassen. In der Regel liegt in solchen Fällen bereits eine Erkrankung vor, die Flugreisen an sich schon zum Risiko macht.

Ist dies der Fall, sollte in Erwägung gezogen werden, statt mit einer Linienmaschine den unvermeidlichen Flug mit einem Ambulanzjet zu absolvieren. Das Flugzeug kann auf jede Art der medizinischen Versorgung eingestellt werden. Dazu gehören unter anderem Intensivpatienten oder Menschen mit Lungenschäden oder einem Gehirnödem, für die ein Sea-Level-Flug durchgeführt wird. Natürlich ist eine entsprechende medizinisch ausgebildete Begleitung mit an Bord, die im Ernstfall die notwendigen Maßnahmen treffen kann.

Was kostet ein Ambulanzflug?

Ein Ambulanzflug ist immer eine individuelle Angelegenheit. Deshalb kann die Frage nach den Kosten nicht pauschal beantwortet werden. Es sind verschiedene Faktoren, wie die Flugstrecke, der Patientenzustand, die Kurzfristigkeit sowie die Anzahl der Begleitpersonen, die zur Berechnung des Flugpreises herangezogen werden. Diese Faktoren ändern sich jedoch von Flug zu Flug, weshalb eine Kostenberechnung nur am konkreten Fall festgemacht werden kann.

Wer organisiert so einen Ambulanzflug?

Ein Ambulanzflug lässt sich nicht am nächsten Ticketschalter oder im Reisebüro buchen. Es braucht viel Erfahrung und ein weltweites Netzwerk, um einen Ambulanzflug sowohl schnell als auch perfekt zu organisieren, so wie es bei der Ambulanzflug-Zentrale der Fall ist. Bei der Ambulanzflug-Zentrale sind Menschen, die auf bestimmte Medikamente angewiesen sind und trotzdem fliegen müssen, in den besten Händen.

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