Krankentransport aus Österreich nach Deutschland

Mit keinem anderen Land verbindet Deutschland so viele historische, politische, kulturelle und sprachliche Elemente wie mit dem südöstlichen Nachbarn Österreich. Das Land mit seinen 8,9 Millionen Einwohnern ist sowohl wirtschaftlich stark als auch ein sehr beliebtes Reiseziel. Mehr als 60 % der Fläche Österreichs besteht aus Mittel- und Hochgebirge. Die wunderschöne Landschaft lockt jährlich rund 14 Millionen deutsche Urlauber und Geschäftsreisende nach Felix Austria, wobei der Winterurlaub und damit der Skisport im Vordergrund stehen. Dabei kommt es immer wieder mal vor, dass ein Unfall auf der Skipiste einen längeren Krankenhausaufenthalt erforderlich macht.

In den Sommermonaten zieht es die Touristen in die malerischen Städte wie Wien und Salzburg oder auf die Wanderwege der Alpen. Doch auch hier kann ein falscher Schritt zu einem Unfall mit Verletzungsfolge führen und vor plötzlichen Erkrankungen ist man im Österreich-Urlaub ebenfalls nicht gefeit.

Salzburg

Wie sieht das österreichische Gesundheitssystem aus?

Österreich besitzt ein hervorragend organisiertes und sehr dichtes Netz an niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern. Es ist unterteilt in Ärzte und Kliniken im privaten wie im öffentlichen Bereich. Das Land besitzt die höchste Arztdichte in Europa. Auf 1.000 Österreicher kommen rund fünf praktizierende Ärzte. Pro 100.000 Einwohner stehen in den Kliniken und Krankenanstalten 765 Betten bereit. Etwa die Hälfte der Arztpraxen und Kliniken besitzen eine Kassenzulassung der österreichischen Gesundheitskasse.

Als Urlauber oder Geschäftsreisender aus Deutschland genügt zur Behandlung nach einem Unfall oder einer Erkrankung die Vorlage der europäischen Krankenversicherungskarte. Abgesehen von Notfallbehandlungen wird für die Aufnahme in ein Krankenhaus eine ärztliche Einweisung benötigt. Die Krankenhäuser berechnen für die ersten 28 Tage einen Tagessatz von 14,70 Euro bis 23,60 Euro, abhängig vom jeweiligen Bundesland. Die Rezeptgebühr beträgt 6,30 Euro. Diese Kosten sind nicht durch die europäische Krankenversicherungskarte gedeckt, die ebenso wenig die Kosten für den Krankentransport aus Österreich nach Deutschland trägt.

Auch wenn in Österreich dieselbe Sprache gesprochen wird, so ist das schöne Österreich nicht mit der eigenen Heimat zu vergleichen. Gerade nach einem Unfall sehnt sich der oder die Patientin nach vertrauten Gesichtern, nach den Verwandten und Freunden, die aus verständlichen Gründen kaum eine hunderte Kilometer lange Reise für einen Krankenbesuch antreten können. Ein Krankenhausaufenthalt besitzt auch eine psychologische Komponente. Es ist erwiesen, dass sich die Genesung verbessert oder beschleunigt, wenn sich der oder die Patientin im eigenen familiären oder freundschaftlichen Umfeld in Wohnortnähe befindet.

Wann zahlt die Versicherung den Krankentransport aus Österreich nach Deutschland?

Mit einer extra abgeschlossenen Reisekrankenversicherung können bei einem Unfall oder einer Erkrankung in Österreich sowohl anfallende Gebühren gedeckt als auch Sonderleistungen in Anspruch genommen werden. Ebenso kann die Reisekrankenversicherung eine Auslandsrückholung beinhalten.

Arzt schreibt auf Klemmbrett

Die von den Reiseversicherern angebotenen Leistungen sollten jedoch vor dem Unterschreiben der Police genau geprüft werden. Gerade bei der Kostenübernahme einer Rückholung aus dem Ausland gibt es leider häufig die Problematik, dass sich manche Versicherungen im Ernstfall weigern, eben diese Kosten zu bezahlen.

Wie so oft steckt hier der Teufel im Detail: Durch die in vielen AGBs vorkommende Formulierung, die Kosten einer Rückholung würden in medizinisch notwendigen Fällen übernommen, berufen sich die Versicherer darauf, dass aufgrund medizinisch gleichwertiger Leistungen im Reiseland keine Notwendigkeit der Rückholung besteht. Gerade im Vergleich zwischen Deutschland und Österreich ist kein maßgeblicher Unterschied in der Behandlungsqualität auszumachen, so dass kaum ein Krankentransport aus Österreich nach Deutschland wirklich medizinisch notwendig ist.

Wird der gleiche Passus jedoch als „medizinisch sinnvoll“ formuliert, kann die Kostenübernahme kaum abgelehnt werden, denn dass eine Auslandsrückholung medizinisch sinnvoll ist, steht außer Frage. Das vertraute Umfeld unterstützt den Genesungsprozess nachweislich, so dass bessere Behandlungsergebnisse erwartbar sind.

Was kostet denn eine Auslandsrückholung?

Die ambulante Rückholung eines Patienten oder einer Patientin ist nicht vergleichbar mit der Rückreise eines gesunden Menschen. Je nach der Schwere der Verletzung oder der Erkrankung müssen entsprechende Maßnahmen getroffen werden, damit eine beständige medizinische Versorgung während der Reise gewährleistet ist. Das beinhaltet eine durchgehend funktionierende logistische Kette vom Krankenhaus im Ausland bis zum Krankenhaus in der Heimat.

Jede Auslandsrückholung ist ein individuell geplanter und durchgeführter Prozess mit einer Vielzahl an zu berücksichtigenden Punkten. Neben der konkreten medizinischen Situation fallen hier auch die Transportstrecke, die Dringlichkeit der Anfrage und das benötigte Transportmittel ins Gewicht. Die gewünschte Anzahl der Angehörigen, welche den Krankentransport begleiten, kann ebenfalls einen Einfluss auf den Preis haben.

Deshalb lassen sich die Kosten für eine Auslandsrückholung nicht pauschal darlegen, sondern immer nur anhand eines Einzelfalles berechnen. Gerne erstellen wir Ihnen im Rahmen eines Beratungsgesprächs unverbindlich und kostenlos ein individuelles Angebot.

Welches Verkehrsmittel für den Krankentransport aus Österreich?

Deutschland und Österreich verbindet ein sehr dichtes Luftverkehrsnetz genauso wie ein gut ausgebautes System an Bundesstraßen und Autobahnen. Darauf aufbauend ergibt sich für den Krankentransport aus Österreich nach Deutschland die Nutzung folgender Verkehrsmittel:

  • Ambulanzflugzeug
  • Helikopter
  • Krankenwagen
  • Linienflugzeug

Nicht selten werden zwei Verkehrsmittel miteinander kombiniert, um einen schnellstmöglichen und zugleich schonenden Patiententransport zu gewährleisten. Jedes der hier vorgestellten Straßen- oder Luftfahrzeuge besitzt seine Vor- und Nachteile.

Das Ambulanzflugzeug

Flexibel, schnell und zuverlässig sind die positiven Eigenschaften eines Ambulanzflugzeuges. Je nach Bedarf können Ambulanzflugzeuge auch auf sehr kleinen Flugplätzen landen und so Patienten aus eher entlegenen Regionen Österreichs aufnehmen. Sie lassen sich zur fliegenden Intensivstation umwandeln, ermöglichen Sea-Level-Flüge (sehr wichtig bei Lungenerkrankungen wie z.B. Lungenentzündung oder Lungenfibrose) und sind in der Luft genauso schnell wie ein Linienjet.

An Bord befindet sich ein erfahrener Flugarzt, der jederzeit für seinen Patienten bzw. seine Patientin da ist. Ein weiterer Vorteil: Überall in Österreich ist ein Ambulanzflugzeug im Normalfall innerhalb weniger Stunden verfügbar, so dass ein schneller Krankentransport in die Wege geleitet werden kann.

Der Helikopter

Im grenznahen Bereich von Deutschland und Österreich stellt der Helikopter die beste Art des Patiententransports dar – direkt von Krankenhaus zum Krankenhaus. Die relativ geringe Reichweite und die hohen Betriebskosten eines Helikopters erlauben jedoch einen effizienten Einsatz nur bei Entfernungen unter 300 Kilometer.

Der Krankenwagen

Auch der Krankenwagen zeigt sich auf kurze Distanz als bewährtes Transportmittel, obwohl er natürlich langsamer ist als ein Flugzeug oder ein Helikopter. Zudem ist der Krankenwagen unverzichtbar als Zubringerfahrzeug bei Krankentransporten mit dem Flugzeug. Die Frage, wie lange und wie weit ein Patient im Krankenwagen transportiert werden kann, hängt von dessen Gesundheitszustand und der notwendigen medizinischen Ausstattung ab. Ebenso ist es sehr wichtig, die vorgesehene Strecke auf Hindernisse wie Baustellen oder Umleitungen zu prüfen, die den Transport unnötig verlangsamen könnten.

Das Linienflugzeug

Von fünf österreichischen Städten gehen täglich Linienflüge nach Deutschland ab. In einer Linienmaschine kann ein Liegendtransport durchgeführt werden, ebenso ist ein Sitzendtransport möglich. Aufgrund der Vorbereitungen benötigt der Krankentransport im Linienflugzeug 1 bis 2 Tage Vorlaufzeit. Außerdem muss die Linienfluggesellschaft ihre Freigabe erteilen.

Jeder Flug zwischen Österreich und Deutschland ist ein Kurzstreckenflug und leider sind die Airlines gerade auf kurzen Strecken sehr selten bereit, einen liegenden Krankentransport im Linienflugzeug durchzuführen. Meistens startet die Maschine schnellstmöglich in Gegenrichtung, so dass keine Zeit für den Einbau einer Patientenliege bleibt. Auch sitzende Patientenverlegungen können nicht immer durchgeführt werden, da auf Kurzstrecken sogar in der Business Class nur selten genug Handlungsfreiheit für den medizinischen Flugbegleiter herrscht.

Die Ambulanzflug-Zentrale – mit uns sicher zu Hause ankommen

Kundenberater mit Headset

Einen Krankentransport aus Österreich nach Deutschland zu organisieren und durchzuführen ist ein aufwendiges Vorhaben, das Wissen, Erfahrung und ein gut funktionierendes Netzwerk erforderlich macht. Das Team der Ambulanzflug-Zentrale ist seit vielen Jahren in der Auslandsrückholung von Patienten tätig, weltweit und auf jedem Kontinent dieser Erde. Mit dieser großen Erfahrung sorgt die Ambulanzflug-Zentrale dafür, dass auch Patienten, die sich in Österreich befinden, wohlbehalten, sicher und vor allem schnell in ein wohnortnahes Krankenhaus in Deutschland gelangen.

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