Medizinische Dokumentation vor Ambulanzflügen

Bei den meisten Ambulanzflügen muss es sehr schnell gehen. Auch wenn die Transportfähigkeit des Patienten gegeben ist, muss im Vorfeld in kurzer Zeit geklärt werden, welche Medikamente und weiteres Equipment benötigt werden, welcher Rettungswagen den Patienten zum Ambulanzflugzeug fährt etc. In solchen Fällen kann ein Telefongespräch unter Ärzten hilfreich sein. Deutlich besser und schneller (und meist ohnehin vorhanden) ist ein schriftliches medizinisches Dokument, das den Gesundheitszustand beschreibt.

Medizinische Dokumentation vor Ambulanzflügen

Medizinische Berichte, Arztbriefe, Krankenakten, verschiedenste Untersuchungsergebnisse etc. gehören mit zu den Unterlagen, die für die Planung eines Ambulanzfluges hilfreich sein können. Wenn nichts dergleichen vorhanden ist, stellen wir Ihnen gern entsprechende Formulare bereit, die mit Angaben zur Diagnose und Medikation des Patienten ausgefüllt werden können. Auch die Sprache des Berichts spielt für uns keine Rolle: Unser mehrsprachiger Rückholdienst deckt die meisten Sprachen ab und kann die Dokumentation direkt lesen. Entgegen verbreiteten Vorstellungen sind solche Dokumente aber nicht zwingend notwendig. Bei geringen Verletzungen oder einfachen Diagnosen reichen uns schon Angaben der Angehörigen. Das bedeutet: Bitte warten Sie nicht, bis Sie einen Arztbrief in der Hand halten, sondern kontaktieren Sie uns schnellstmöglich, damit wir Ihre Auslandsrückholung vorbereiten können.

Manchmal findet sich in den Berichten eine Aussage zur Flugfähigkeit, die wir aber sowieso in Frage stellen. Daher ist es nicht notwendig, dass dies im Bericht erwähnt wird.

Viele Mediziner „an Land“, vor allem in südlichen Ländern, fühlen sich nicht nur für das Wohl des Patienten in der Klinik, sondern auch für den Krankentransport nach der Entlassung verantwortlich. Übrigens: Nicht alle Klinikärzte haben eine genaue Vorstellung von den Möglichkeiten der medizinischen Betreuung in der Luft, weswegen sie vorsichtshalber auf nicht transportfähig plädieren, um sich selbst abzusichern. Doch diese extreme Vorsicht ist oftmals nicht notwendig: Erstens, die Verantwortung für einen Ambulanzflug tragen ausschließlich begleitende Flugärzte. Diese haben jahrelange Erfahrungen im Bereich der Krankentransporte im Flugzeug, sodass sie auch die Transportfähigkeit eines Patienten am treffendsten beurteilen können. Zweitens, durch die umfangreiche intensivmedizinische Ausstattung eines Ambulanzflugzeugs ist es möglich, auch Patienten in schwieriger gesundheitlicher Verfassung unter hochqualifizierter medizinischer Betreuung sicher zu befördern. Selbst wenn Sie oder Ihr Angehöriger vom Klinikpersonal im Ausland als nicht transportfähig eingestuft wurden, empfehlen wir Ihnen, sich bei uns zu melden (telefonisch, per E-Mail oder Kontaktformular).

Unsere Flugärzte bewerten gerne Ihren medizinischen Bericht und überprüfen kostenlos die Aussage über die Transportfähigkeit auf Herz und Nieren. In vielen Fällen weicht unsere Beurteilung der Transportfähigkeit ohnehin von der Meinung der lokalen Mediziner ab. Sollten sie zu einer anderen Einschätzung als der im medizinischen Bericht kommen, werden sie ein Arzt-zu-Arzt-Gespräch mit der behandelnden Klinik führen. Diese einfache Maßnahme ist in vielen Fällen schon ausreichend, um die Situation zu klären und mit der Planung eines Ambulanzfluges beginnen zu können.

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