Transportfähigkeit für eine Auslandsrückholung

Bei der Vorbereitung von Krankentransporten in Ambulanzflugzeugen kann die Frage nach der Transportfähigkeit eines Patienten aufkommen. Für viele Patienten ist es überhaupt nicht klar, wer diese Frage kompetent beantworten kann. Viele vertrauen daher der Meinung der Ärzte in der Klinik, in der sich der Patient aktuell befindet. Speziell im Ausland haben viele Patienten und Angehörige zusätzlich mit Sprachbarrieren zu kämpfen und resignieren vor dem Widerstand, der ihnen manchmal vom medizinischen Personal der ausländischen Kliniken entgegenkommt. Besonders bei der Beurteilung der Transportfähigkeit von Intensivpatienten scheiden sich die medizinischen Geister, denn oft fühlen sich behandelnde Mediziner in Verantwortung nicht nur auf dem Klinikgelände, sondern auch für die Patientenverlegung im Flugzeug oder Helikopter.

Transportfähigkeit für eine Auslandsrückholung

Die Frage danach, ob der Patient transportfähig ist, kommt häufig in den folgenden Fällen:

  1. Wenn Ärzte vor Ort dies in Frage stellen
  2. Wenn Familie den Patienten verlegen möchte, aber unsicher ist
  3. Wenn Versicherung den Transport organisieren soll bzw. es ablehnt
  4. Wenn wir selbst Risiken eines Krankentransports einschätzen möchten

Die erste Situation ergibt sich häufig dann, wenn die Familie den Patienten selbst verlegen möchte, die Transportfähigkeit von den behandelnden Ärzten aber in Zweifel gezogen wird. Im zweiten Fall gilt es, die Machbarkeit des Krankentransports auf Wunsch der Angehörigen zu beurteilen. Und im dritten Fall geht es meist darum, für die Versicherungen zu belegen, dass eine Verlegung medizinisch notwendig bzw. sinnvoll ist. In all solchen Fällen wenden Sie sich gerne an uns: Unsere Flugärzte haben jahrelange Erfahrungen und können die Transportfähigkeit am sichersten beurteilen. Und nur der Arzt, der den Krankentransport letztendlich begleitet, trägt die Verantwortung für das Wohl des Patienten. Oftmals findet im Vorfeld eine detaillierte Absprache mit Angehörigen statt, denn ein Risiko kann immer bestehen – entscheidend ist die Frage des Umgangs mit dem Risiko. Auch bei vermeintlich hohem Transportrisiko muss, zusammen mit den behandelnden Ärzten und der Familie, abgewogen werden, ob dieses Risiko dennoch eingegangen wird und es geringer ist als das Risiko, vor Ort zu verbleiben.

Rettungsflugzeuge können mit umfangreicher intensivmedizinischer Ausstattung bestückt werden, so dass auch Verlegungsflüge von Intensivpatienten kurzfristig, schnell und medizinisch sicher durchgeführt werden. Die Entscheidung über die Transportfähigkeit eines Patienten trifft zudem nicht der Arzt im Krankenhaus, sondern stets der begleitende Flugmediziner. Deswegen können Sie sich auf sein Urteil verlassen, auch wenn es nicht der Meinung Ihres behandelnden Arztes entspricht. Wir empfehlen Ihnen, eine negative Entscheidung in Bezug auf die Transportfähigkeit nicht hinzunehmen, sondern sich die Zweitmeinung eines hochqualifizierten Flugarztes einzuholen. Diese Leistung bieten wir Ihnen im Rahmen Ihrer Anfrage bei der Ambulanzflug-Zentrale gerne jederzeit kostenlos an.

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