Kinderkrankentransport mit Coronavirus

Im Februar des Jahres 2020 verhängten verschiedene Regierungen die ersten Einschränkungen bezüglich der Bewegungsfreiheit ihrer Bevölkerung im öffentlichen Raum. Grund war der Ausbruch der Corona-Pandemie. Zu den ersten Maßnahmen gehörten Einschränkungen im Reiseverkehr, um die Ausbreitung des Virus so weit wie möglich einzuschränken. Zeitweise war etwa der Flugreiseverkehr weltweit komplett eingestellt.

kleines Mädchen mit Mund-Nasen-Schutz

Nachdem in den Industriestaaten der größte Teil der Bevölkerung geimpft ist, sind Flugreisen mittlerweile mit bestimmten Einschränkungen wieder möglich (Stand November 2021). So etwa der Nachweis mittels Test, nicht infiziert zu sein oder die doppelte Impfung beziehungsweise der Nachweis, dass die Person genesen ist. Die Pflicht im Flugzeug und am Flughafen eine medizinische Maske zu tragen, bleibt aktuell für Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene weiterhin bestehen.

Da es für Kinder unter 12 bisher keinen zugelassenen Impfstoff gibt, infizieren sich leider auch immer wieder Kinder mit dem Coronavirus. Doch was passiert, wenn ein Kind im Ausland erkrankt?

Dürfen mit Corona infizierte Kinder fliegen?

Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten, obwohl rein rechtlich ein klares Nein die Antwort darauf ist. Das Problem hat mehrere Facetten: Zum einen gibt es aktuell noch keinen Impfstoff für Kinder unter 12 Jahren. Gleichzeitig besteht auch keine Testpflicht für diese Altersgruppe. Lediglich das Tragen der medizinischen Maske im öffentlichen Raum ist für Kinder ab 6 Jahren vorgeschrieben. Das bezieht sich jedoch nur auf Deutschland und den aktuellen Zeitraum. Da jeder einzelne Staat eigene Regeln aufstellt und diese Regeln recht häufig der Infektionslage angepasst werden, hilft nur die Einholung entsprechender Informationen zum Tag der Flugreise.

Kinder unter 12 Jahren können durchaus infiziert sein, ohne jedoch Symptome aufzuweisen. Verantwortliche Eltern oder Erziehungsberechtigte werden ihre Kinder auf das Virus selbst testen lassen und es bei positivem Ergebnis in häusliche Quarantäne schicken.

Fliegen in einem Passagierflugzeug mit vielleicht 200 oder mehr Mitreisenden wäre unverantwortlich, da die Mitreisenden angesteckt werden könnten, die nur mittels eines Antigen- oder Schnelltests ihre Infektionsfreiheit nachgewiesen haben. Vor allem, wenn das Kind mit der hoch ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus infiziert ist. Es liegt also in der Verantwortung der Erziehungsberechtigten, darauf zu achten, dass ein infiziertes Kind nicht in einem Passagierflugzeug mitfliegt.

Wie wird ein mit COVID infiziertes Kind im Ambulanzflugzeug isoliert?

Ambulanzjet im Ausland

Kinder, bei denen während eines Auslandsaufenthalts das Corona-Virus festgestellt wurde, können mit einem Ambulanzflugzeug sicher nach Hause geholt werden. Es kann aber sein, dass die jeweilige Gesundheitsbehörde des Landes zunächst eine Quarantäne in einem Krankenhaus oder vielleicht auch nur einem Hotel verhängt. Unter Umständen wird davon abgesehen, wenn der Nachweis erbracht wird, dass das betroffene Kind sofort per Ambulanzflug außer Landes gebracht wird.

Während des Fluges erfolgen technische wie persönliche Maßnahmen, um die Infektionsausbreitung durch das infizierte Kind so weit wie möglich zu verringern. Zum einen durch die auch im Ambulanzflugzeug geltende Maskenpflicht. Zum anderen tragen Ärzte/innen und medizinisches Personal darüber hinaus entsprechende Schutzkleidung. Die Piloten agieren im abgeschlossenen Cockpit.

Die wichtigste Isolierungsmaßnahme stellt jedoch ein modernes System dar, in dem der oder die Patientin abgeschirmt wird. Dieses Isolations-System ist ein separater Bereich, indem ein Unterdruck aufgebaut ist. Das bedeutet, dass sich das Virus nicht gegen den Überdruck im Rest der Kabine ausbreiten kann. Dem System wird dauerhaft gefilterte Frischluft zugeführt und natürlich wird auch die im Isolations-System durch den oder die Patientin verbrauchte Luft abgesaugt und gefiltert.

Für medizinische Eingriffe sind in der durchsichtigen Wandung des Systems Ports oder Zugänge eingelassen, die eine Berührung ohne Hautkontakt ermöglichen. Unsere Ambulanzflugzeuge werden nach jedem Einsatz komplett desinfiziert.

Symptomfreie Kinder im Privatjet zurückfliegen

Wie bereits erwähnt können Kinder unter 12 Jahren durchaus mit Corona infiziert sein, ohne entsprechende Symptome aufzuweisen. In solchen Fällen genügt der Transport im Privatjet, da keine medizinischen Maßnahmen notwendig sind.

Der Flug in der Linienmaschine verbietet sich aus moralischen Gründen. Schließlich soll eine Ansteckung der anderen Passagiere vermieden werden. Im Durchschnitt steckt eine infizierte Person in einem Flugzeug vier weitere Personen an. Für Personen der Hochrisikogruppen kann eine solch unbedacht herbeigeführte Infektion unter Umständen gravierende Folgen haben, wobei nicht vergessen werden darf, dass auch eine vollständige Impfung keinen hundertprozentigen Schutz vor einer COVID19-Infektion bedeutet.

Der Rückflug im Privatjet mit anschließender häuslicher Quarantäne ist hierzu fraglos die bessere Alternative. Auch während eines Flugs mittels Privatjet muss eine Ansteckung der anderen Mitreisenden nicht befürchtet werden: Der kleine Patient sitzt bequem in der Flugzeugkabine, isoliert vom Flugpersonal und den Piloten. 

Was kostet ein Krankentransport von Kindern?

Kosten für einen Ambulanzflug

Speziell in Bezug auf das Coronavirus zeigt die Erfahrung, dass das Immunsystem von Kindern in der Regel besser damit klarkommt als das von Erwachsenen. Dies gilt ebenso für eine Reihe weiterer Viruserkrankungen wie etwa Mumps, was für Kinder eine der üblichen Krankheiten ist. Bei einem Erwachsenen, der keine Immunität im Kindesalter aufbauen konnte, könnte eine Infizierung dramatisch werden.

Dementsprechend sind die medizinischen Maßnahmen während eines Ambulanzfluges mit einem coronainfizierten Kind in den meisten Fällen eher auf die Überwachung des Gesundheitszustandes ausgerichtet. Trotzdem müssen alle notwendigen Einrichtungen zur Notfallbehandlung vorhanden sein. Dementsprechend sind die entstehenden Kosten für einen Krankentransport mit einem Kind genauso zu kalkulieren wie für einen Erwachsenen.

Die Gesamtkosten ergeben sich aus verschiedenen Faktoren, wie der medizinisch notwendigen Ausstattung, der Dringlichkeit des Flugs, der Transportstrecke sowie der dafür notwendigen Infrastruktur.

Ihr Krankentransport mit der Ambulanzflug-Zentrale

Es ist eine schwierige Situation zu wissen, dass etwa das eigene Kind im Ausland mit Corona infiziert ist. Natürlich steht dann der Wunsch an erster Stelle, das Kind schnellstmöglich nach Hause zu bringen. Am sichersten für das Kind und auch für sein Umfeld ist die Durchführung eines  Ambulanztransports.

Damit dies aber auch reibungslos funktioniert, bedarf es der Fachkenntnis und der Erfahrung von Spezialisten wie dem Team der Ambulanzflug-Zentrale. Ihre jahrzehntelange Erfahrung, ihr weltweites Netzwerk und ihr Wissen um das, worauf es wirklich ankommt, macht das Team der Ambulanzflug-Zentrale zum richtigen Ansprechpartner für die Organisation des Krankentransports ihres Kindes.

Kontaktieren Sie uns

Wir sind Ihr zuverlässiger Ansprechpartner für Corona-Rücktransporte. Wenn es aus medizinischer Sicht vertretbar ist, setzen wir dabei natürlich auf nicht-invasive Beatmungsmethoden. Kontaktieren Sie uns täglich rund um die Uhr:

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