Krankentransport mit Coronavirus: Im Ambulanzjet in die Heimat

Inhaltsverzeichnis

  1. Reisen und die Coronavirus-Pandemie
  2. Darf ein Patient mit Coronavirus fliegen?
  3. Wie kann ein Patient im Ambulanzflugzeug isoliert werden?
  4. Rückflug im Privatjet für symptomfreie Patienten
  5. Alternative Hubschrauber?
  6. Coronavirus: Was kostet der Krankentransport in die Heimat?
  7. Ihr Krankentransport mit der Ambulanzflug-Zentrale
  8. Kontaktieren Sie uns

Reisen und die Coronavirus-Pandemie

Das Coronavirus beschäftigt auch 2021 die ganze Welt: Die Impfungen in der EU laufen schleppend und Deutschland und viele andere Länder weltweit melden auch weiterhin zahlreiche neue Fälle. Neue Mutationen erweisen sich zum Teil als noch ansteckender und gefährlicher als die ursprüngliche Variante. Deshalb wurden in vielen Ländern weitreichende Maßnahmen ergriffen und unter anderem das Reisen eingeschränkt.

Krankentransport mit Coronavirus: Frau mit Mundschutz

Dennoch entfliehen viele Reisende der harten Corona-Realität in den Urlaub, sofern die aktuellen Reisebeschränkungen dies zulassen. Zudem finden Geschäftsreisen in den meisten Fällen unverändert statt. Auch hier kann es durchaus trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einer Ansteckung mit COVID-19 kommen. Da immer mehr Herkunftsländer einen negativen Corona-Test für die Wiedereinreise verlangen, fällt eine eventuelle Infektion meist noch im Reiseland auf.

In diesem Fall stellt sich dann schnell die Frage nach einem Krankentransport in die Heimat: Vor Ort sind viele Kliniken durch die schnelle Ausbreitung des Virus bereits an der Grenze der Belastbarkeit und das Vertrauen in das heimische Gesundheitssystem ist bei den meisten Infizierten wesentlich höher. Auch Verständigungsprobleme und der Wunsch nach Beistand durch Freunde und Familie können den Wunsch nach einem Krankenrücktransport aus dem Ausland verstärken. Selbst wenn keine medizinische Behandlung, sondern nur eine Quarantäne nötig ist, fühlt man sich schnell im Aufenthaltsland gefangen und möchte zurück in die Heimat.

Darf ein Patient mit Coronavirus fliegen?

Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr darf ein Patient mit Verdacht auf Coronavirus oder bestätigter Erkrankung seine Reise in die Heimat nicht im Linienflugzeug antreten, selbst wenn er keine Symptome zeigt. Um Erkrankte in die Heimat zu transportieren, kann nur ein Ambulanzjet genutzt werden. Hier kann der Patient betreut werden wie auf einer modernen Intensivstation. Unser medizinisches Personal prüft zunächst den Gesundheitszustand des Patienten und entscheidet anschließend, ob ein Transport im Ambulanzflugzeug stattfinden kann. Sobald unsere Flugärzte einem Transfer zustimmen, wird Ihr Krankenrücktransport gestartet. Dies läuft wie folgt ab: An Bord ist ein erfahrener Flugarzt für die medizinische Sicherheit zuständig und nutzt dafür modernstes Equipment.

Ambulanzflugzeuge können weltweit schnell bereitgestellt werden. Sie können nicht nur auf den internationalen Verkehrsflughäfen landen, sondern auch auf kleineren Regionalflughäfen. Dadurch können Sie den Patienten ganz in die Nähe des aufnehmenden Krankenhauses bringen, wo nur noch ein kurzer Bodentransport nötig ist. In der Regel kann ein Ambulanzflugzeug noch am gleichen Tag oder am Folgetag bereitgestellt werden.

Natürlich muss auch für einen Flug im Ambulanzjet die Transportfähigkeit des Patienten sichergestellt sein. Hierfür prüft der Flugarzt die medizinische Dokumentation und trifft anschließend seine Entscheidung.

Wie kann ein Patient im Ambulanzflugzeug isoliert werden?

Um Ansteckungen zu vermeiden, müssen Corona-Patienten isoliert transportiert werden. Hierfür wird das Ambulanzflugzeug mit einem modernen Isolations-System ausgestattet. Der Patient liegt bequem und sicher im Inneren des Systems. Dort herrscht ein Unterdruck, der verhindert, dass Viren nach außen gelangen können. Das Belüftungssystem mit Filtern sorgt dafür, dass der Patient mit Sauerstoff versorgt wird und lässt dabei nicht zu, dass Viren mit der verbrauchten Luft verbreitet werden.

Durch verschiedene Ports des Isolations-Systems kann der Flugarzt alle medizinischen Verrichtungen vornehmen, die nötig sind. So ist für die optimale Versorgung des Erkrankten ebenso gesorgt wie für die Sicherheit aller Beteiligten. Durch unser internationales Netzwerk können wir auch kurzfristig ein Ambulanzflugzeug mit Isolations-System bereitstellen.

Während ein solches Isolations-System für Patienten mit durchschnittlichem Körperbau ausgelegt ist, bieten wir eine Alternative für besonders große oder schwere Reisende, die nicht in das System hineinpassen würden. In diesem Fall trägt das medizinische Team Schutzkleidung, wie sie auch im Krankenhaus üblich ist. So ist eine Ansteckung ausgeschlossen und der Rücktransport kann sicher durchgeführt werden. In erster Linie wird diese Variante auf kurzen Strecken eingesetzt.

Rückflug im Privatjet für symptomfreie Patienten

Manche Patienten sind vollkommen symptomfrei, obwohl sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Für diese Patienten ist ein unkomplizierterer Rückflug in die Heimat möglich: Wir können hierfür zeitnah und unbürokratisch einen Privatjet bereitstellen. Da der Patient nicht von medizinischem oder nicht-medizinischem Personal begleitet wird, muss er auch nicht in einem Isolations-System transportiert werden. Er sitzt bequem in der Passagierkabine und bleibt von den Piloten getrennt. Im Anschluss an den Flug wird die Kabine gründlich desinfiziert, so dass eine Ansteckung anderer Personen ausgeschlossen ist.

Eine solche Reise findet in der Regel in einem Langstrecken-Privatjet statt, da dieser genügend Raum bietet, um die Isolation des Infizierten zu ermöglichen. Dadurch ist diese Lösung gerade für interkontinentale Flüge sehr gut geeignet.

Alternative Hubschrauber?

Der Krankenrücktransport von COVID-Patienten kann auch mit dem Hubschrauber erfolgen. Auch hier wird der Patient isoliert und durch ein erfahrenes medizinisches Team optimal betreut. Im Gegensatz zum Ambulanzflugzeug ist hier im Normalfall der direkte Flug von Klinik zu Klinik möglich. Die relativ geringe Reichweite eines Helikopters sorgt aber dafür, dass sein Einsatz lediglich auf kurzen Strecken sinnvoll ist. Dadurch ist der Hubschrauber nur bei inländischen Verlegungsflügen oder beim Krankenrücktransport aus einem benachbarten Land eine ernstzunehmende Alternative.

Coronavirus: Was kostet der Krankentransport in die Heimat?

Unter Umständen kommt die Auslandskrankenversicherung für die Kosten des Krankentransports in die Heimat auf. Viele Versicherungen springen ein, wenn im Aufenthaltsland keine angemessene Behandlung möglich ist. In diesem Fall spricht man von einem medizinisch notwendigen Rücktransport. Nur wenige Auslandskrankenversicherungen übernehmen die Kosten auch, wenn in der Heimat „lediglich“ bessere Behandlungsergebnisse zu erwarten sind, obwohl die Behandlung grundsätzlich auch im Aufenthaltsland erfolgen kann. Hierfür muss der Versicherungsschutz auch medizinisch sinnvolle Krankenrücktransporte abdecken.

Die private oder gesetzliche Krankenversicherung ist für Krankenrücktransporte grundsätzlich nicht zuständig. Nur spezialisierte Auslandskrankenversicherungen bieten bei Reisen ins Ausland ausreichenden Schutz. Auch das Auswärtige Amt übernimmt derartige Rücktransporte nicht: Während zu Beginn der Corona-Pandemie noch Rückholungen gestrandeter Touristen durchgeführt wurden, ist diese Leistung längst eingestellt worden – sowohl für gesunde als auch für erkrankte Reisende.

Falls die Versicherung eine Kostenübernahme ablehnt oder kein ausreichender Versicherungsschutz besteht, können die Kosten des Krankentransports auch privat getragen werden. In diesem Fall können Sie bei privaten Dienstleistern wie der Ambulanzflug-Zentrale unverbindlich ein individuelles Angebot einholen – Pauschalpreise für Ambulanzflüge gibt es leider nicht.

Die Kalkulation der Kosten erfolgt unter Berücksichtigung der genauen Flugstrecke und des benötigten Flugzeugtyps. Außerdem spielt die Dringlichkeit der Anfrage eine wichtige Rolle.

Ihr Krankentransport mit der Ambulanzflug-Zentrale

Wir organisieren innerhalb kürzester Zeit Ihren Krankentransport aus dem Ausland. Auch für Patienten mit Coronavirus stellen wir schnell ein Ambulanzflugzeug oder einen Privatjet bereit und sorgen für eine medizinisch sichere Reise in die Heimat. Dabei nehmen wir Ihnen bereits im Vorfeld den kompletten Organisationsaufwand ab, organisieren im Rahmen unseres „Bett zu Bett“ Service alle benötigten Bodentransporte im Kranken- oder Rettungswagen und koordinieren Abhol- und Übergabezeiten. Auf unsere langjährige Erfahrung und unsere internationale Vernetzung können Sie sich jederzeit verlassen.

Kontaktieren Sie uns

Unser Team ist täglich rund um die Uhr für Sie da – auch an Wochenenden und Feiertagen. Wir stehen jederzeit für ein kostenloses Beratungsgespräch oder ein unverbindliches Angebot zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns:

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