Auslandsrückholung aus der Dominikanischen Republik

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Die Dominikanische Republik auf die typischen drei touristischen Stichworte „Sonne, Strand und Meer“ zu reduzieren, wird dem Staat auf der zweitgrößten karibischen Insel Hispaniola nicht gerecht. Dem Besucher, der sich aus den All-Inclusive-Ressorts, herauswagt, zeigt sich ein Inselreich mit den zahlreichen Facetten eines Kontinents en Miniatur.

Die Insel ist der Länge nach von Ost nach West ausgerichtet und in der Mitte erhebt sich eine Berglandschaft, die auf bis zu 3000 m ansteigt. Während in den Küstenregionen Zuckerrohr, Bananen und Ananas angebaut werden, gedeihen um die hoch gelegenen Städte La Vega und Constanza Erdbeeren, Trauben und Äpfel. In den Wintermonaten ist  morgendlicher Bodenfrost hier oben keine Seltenheit, während an den unzähligen schneeweißen Stränden die Sonne über ein Meer mit Badewannentemperatur aufgeht.

Punta Cana

Dabei verhilft die Geografie der Insel nicht nur zu unterschiedlichen Klimazonen mit wechselhafter Flora und Fauna, das alpine Gebirge in der Mitte der Insel verhindert zugleich, dass Hurrikans allzu großen Schaden anrichten können. Sogar die im Westen liegende, größte Insel der Antillen, Kuba, profitiert davon, da die meist von Ost nach West ziehenden Wirbelstürme von der Insel Hispaniola aufs offene Meer gedrängt werden und so ihr Lauf verändert wird. Die jährlich zu Millionen eintreffenden Touristen wissen die Wetterbeständigkeit genauso zu schätzen, wie die karibische Leichtigkeit des Seins, die sich an jeder Ecke zeigt.

Leider schützt das unkomplizierte Leben in der Dominikanischen Republik nicht vor Krankheiten oder den Folgen eines Unfalls. Schon ein Arztbesuch kann in einem fremden Land zum Abenteuer werden. Und ein stationärer Aufenthalt in einer dominikanischen Klinik entspricht erst recht nicht den Träumen von karibischem Zauber. In solchen Fällen ist es gut, die Option einer Auslandsrückholung zu besitzen.

Wann erstattet die Auslandskrankenversicherung die Kosten einer Auslandsrückholung?

Der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung vor einer Reise in die Dominikanische Republik ist ein „Muss“, denn die EIHC, die europäische Krankenversichertenkarte der Krankenkassen, besitzt in der Dominikanischen Republik keine Gültigkeit. Zudem erstatten staatliche Krankenkassen praktisch nie die Kosten einer Auslandsrückholung. Die zusätzliche Auslandskrankenversicherung schon, aber auch hier gilt es, das Kleingedruckte aufmerksam zu lesen. Es ist ein Unterschied, ob die Kostenerstattung einer Auslandsrückholung nur versprochen oder im Ernstfall auch tatsächlich eingehalten wird. Dieser Unterschied macht sich an zwei Worten fest, die sich in den AVBs der Versicherer unter den zu erfüllenden Voraussetzungen zu finden sind.

Wenn dort steht, dass eine „medizinische Notwendigkeit“ für den Transport bestehen muss, kann dies zur Ablehnung der Kostenübernahme durch den Versicherer führen, egal, was er vorher versprach. Medizinisch notwendig bedeutet, eine angemessene medizinische Behandlung kann nicht am Aufenthaltsort erfolgen, das aber muss erst einmal bewiesen werden, und zwar vom Versicherten. Steht jedoch in der Police, dass ein ambulanter Rücktransport „medizinisch sinnvoll“ sein muss, ist die Kostenerstattung in der Regel gewährleistet, denn diese Formulierung bezieht sich auf die Aktivierung der Selbstheilungskräfte des oder der Patientin durch die Verlegung in ein heimatnahes Krankenhaus.

Womit erfolgt der Rücktransport?

Die Distanz zwischen Deutschland und der Dominikanischen Republik beträgt rund 7500 Kilometer Luftlinie, der weitaus größte Teil davon über dem Atlantik. Das schließt natürlich Transportmittel wie einen Krankenwagen oder auch einen Helikopter aus. Wobei beide Transportmittel als Zubringerfahrzeuge dienen können. Der Hauptteil der Strecke muss jedoch von einem auf Langstrecke ausgelegten Flugzeug bewältigt werden, das kann sowohl ein Linienflugzeug als auch ein Ambulanzjet sein.

Mit Einverständnis der jeweiligen Fluggesellschaft kann eine Auslandsrückholung mit einer Linienmaschine erfolgen. Mit Non-Stop-Ziel Europa bieten sich in der Dominikanischen Republik hierfür die Flughäfen Santo Domingo, Puerto Plata (jeweils mehrmals wöchentlich) sowie Punta Cana (täglich) an. Dabei gilt jedoch zu berücksichtigen, dass der Transportweg vom Flughafen zum Krankenhaus nicht unverhältnismäßig lang sein darf. Zudem sind die medizinischen Möglichkeiten an Bord eines Linienflugzeugs stark eingeschränkt.

Der Ambulanzjet stellt fraglos die bessere Wahl dar, denn er startet vom verkehrstechnisch bestgelegenen Flughafen und er landet auf dem nächstgelegenen Flugplatz zum Heimatkrankenhaus, der keineswegs internationale Maße besitzen muss. Ein Ambulanzjet kann zudem exakt für die pflegerischen und behandlungstechnischen Bedürfnisse des oder der Patientin ausgestattet werden, bis hin zum Intensiv-Transport oder einem Sea-Leavel-Flug, wie er etwa bei einem akuten Hirnödem notwendig ist.

Wer organisiert eine Auslandsrückholung?

Angehörige des oder der Patientin wären mit der selbstständigen Organisation einer Auslandsrückholung sehr schnell überfordert. Dafür gibt es Profis wie die der Ambulanzflug-Zentrale, die sich seit vielen Jahren damit beschäftigen, aus allen Kontinenten der Welt erkrankte Personen nach Hause zu überführen. Dabei gleicht keine Auslandsrückholung der anderen. Es ist jedes Mal ein auf den oder die Patientin exakt zugeschnittener Prozess, der dazu noch in kürzester Zeit organisiert sein will, sehr oft über sprachliche, technische, behördliche und politische Grenzen und Hürden hinweg. Dank der langjährigen Erfahrung ist das Team der Ambulanzflug-Zentrale mit den Gegebenheiten einer Auslandsrückholung aus der Dominikanischen Republik bestens vertraut.

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