In Frankreich ins Krankenhaus gehen

Inhaltsverzeichnis

  1. Patienten ohne Auslandskrankenversicherung 
  2. Patienten mit Auslandskrankenversicherung
  3. Die Patientenrückführung aus Frankreich nach Deutschland

Die weitaus meisten Krankenhäuser in Frankreich sind staatlich organisiert, etwa ein Viertel sind jedoch sogenannte Cliniques, private Kliniken. Medizintechnisch gesehen ähneln sich die französischen und deutschen Krankenhäuser, wobei es in Frankreich andere Aufgabenverteilungen gibt: So ist eine Krankenschwester in einem französischen Krankenhaus nur für die medizinische Versorgung des Patienten da. Die peripheren Aufgaben wie Betten machen, den Patienten säubern oder ihm beziehungsweise ihr beim Essen helfen, übernimmt die oder der Aide-soignantes, der Krankenpfleger. Die französische Krankenschwester ist überdies für sämtliche Blutabnahmen und Infusionen verantwortlich.

Krankenhaus in Frankreich

In der Realität zeigt sich, dass in den Ballungsräumen, wie Paris oder Marseille, die staatlichen Einrichtungen überlastet sind. Grund dafür ist wie in anderen Ländern ein kontinuierlicher Sparzwang im Gesundheitswesen. Die privaten Kliniken hingegen sind anders strukturiert: Sie werden meist von mehreren Ärzten gemeinsam geführt, die zugleich noch eine eigene Praxis betreiben. Private Kliniken haben auch keine Notaufnahme, sondern nehmen nur Patienten auf, welche die leitenden Ärzte zuteilen.

Patienten ohne Auslandskrankenversicherung 

Als Deutscher oder Deutsche in Frankreich können die staatlichen medizinischen Leistungen über die europäische Krankenversichertenkarte, die EKVK, in Anspruch genommen werden. Dies bezieht sich jedoch nur auf die staatlich getragenen Krankenhäuser, wenn eine stationäre Behandlung notwendig ist. In der Regel rechnet hierbei das Krankenhaus direkt mit dem Versicherer ab, jedoch abzüglich 20 Prozent der Tagespauschale.

Manche Einrichtungen verlangen allerdings auch den gesamten Betrag in bar oder über Kreditkarte, der dann wiederum von den Krankenkassen erstattet wird. Zu dieser Tagespauschale kann noch eine Ärztepauschale von 24 Euro kommen, die aufgrund einer Sprechstunde entsteht. Die täglichen selbst zu tragenden Kosten für einen Krankenhausaufenthalt in einem staatlichen Hospital belaufen sich so auf rund 50 Euro. Hinzu können Sonderleistungen kommen, wie etwa ein Fernseher oder Wi-Fi, die den Betrag zusätzlich aufrunden.

Patienten mit Auslandskrankenversicherung

Wer vor Antritt der Reise nach Frankreich eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung oder Reisekrankenversicherung abgeschlossen hat, kann sich für die stationäre Behandlung in eine der privaten Kliniken begeben. Bei einem Unfall jedoch erfolgt zunächst die Notfallbehandlung in einem staatlichen Krankenhaus und dessen Notaufnahme. Von dort erfolgt auf Wunsch und wenn die Leitung des privaten Klinikums es erlaubt, die Verlegung.

Es ist leicht vorstellbar, dass der Unterschied zwischen staatlicher und privater Klinik erheblich ist. Dabei sind es nicht so sehr die medizinischen Leistungen. Tatsächlich zeigen sich einige staatliche Krankenhäuser Frankreichs in bestimmten Bereichen als weltweit führend in der Behandlung von Krankheiten – besonders einige berühmte Einrichtungen in der Hauptstadt Paris. Aber um dem Personalnotstand wie auch dem hohen Patientenandrang entgehen zu können, müsste es schon ein ländliches staatliches Krankenhaus sein, in das die Einlieferung erfolgt. Das aber ist gerade bei Touristen oder Geschäftsreisenden nur selten der Fall.

Die meisten Frankreich-Reisenden zieht es eher in die überfüllten Ballungsgebiete. Die Hauptstadt Paris ist sowohl aus touristischer als auch aus geschäftlicher Sicht das häufigste Ziel. Genau darum ist eine Auslandskrankenversicherung kein überflüssiger Luxus, sondern selbst bei einem Ein-Tages-Trip eine vernünftige und nicht wirklich teure Investition. Eine Investition, die zudem etwas ermöglicht, was die EKVK nicht kann: die Option der Rückholung.

Die Patientenrückführung aus Frankreich nach Deutschland

Ein Unfall oder eine plötzliche Erkrankung sind jederzeit möglich, an jedem Ort der Welt, auch im schönen Frankreich. Nur ist Frankreich von einem Krankenbett in einem Krankenhaus aus besehen, nicht mehr ganz so schön. Dafür kann das Land selbst natürlich nichts. Es ist vielmehr das verständliche Empfinden des oder der Patientin, die sich meist wohler fühlen würde, wenn sie ihre vertraute Umgebung sowie Freunde und Verwandte in der Nähe wüsste. Auch die Sprachbarriere kann ein Thema sein. Englisch ist im Land von Molière, Rousseau und Sartre häufig nicht gern gesehen.

Nach einem Unfall oder während einer schweren Krankheit sind die Selbstheilungskräfte ein immens wichtiger Faktor zur Wiederherstellung der Gesundheit: Um diese Selbstheilungskräfte zu mobilisieren, bedarf es nicht nur ärztlicher Unterstützung, sondern ebenso einer Umgebung, die das Vertrauen des Patienten in sich selbst stärkt. Das dieses Vertrauen eher in der heimischen Umgebung entsteht als in einem Land, in dem alle eine fremde Sprache sprechen und das Essen fremd ist, leuchtet ein: Deshalb unterstützen Ärzte häufig eine Verlegung als eine medizinisch sinnvolle Maßnahme, auch wenn eigentlich keine medizinische Notwendigkeit besteht. Zumindest dann, wenn der oder die Patientin im Rahmen eines  Ambulanz-Transportes reisefähig ist.

Die Ambulanzflug-Zentrale organisiert sowohl im Rahmen einer zu erbringenden Versicherungsleistung als auch im alleinigen Auftrag des Patienten beziehungsweise von dessen Angehörigen den Rücktransport nach Deutschland. Immer unter dem Aspekt der bestmöglichen gesundheitlichen Fürsorge und unter höchstmöglicher Kostentransparenz. Jeder Patiententransport erfolgt hierbei zeitnah und durchorganisiert. Vom französischen Krankenbett bis zum Krankenbett in Deutschland. Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns für ein unverbindliches Angebot auf. 

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