Auf Malta zum Arzt gehen

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie sieht es mit der Gesundheitsversorgung auf Malta aus?
  2. Auf Malta zum Arzt ohne Auslandskrankenversicherung?
  3. Auf Malta zum Arzt mit Auslandskrankenversicherung

Drei bewohnte sowie mehrere kleine unbewohnte Inseln machen das Archipel Malta aus, das sich rund 80 Kilometer südlich von Sizilien im Mittelmeer befindet. Der Inselstaat, der seit 2004 zur EU gehört, ist flächenmäßig etwas kleiner als Bremen. Zugleich leben auf Malta 520.000 Menschen, was bedeutet, dass sich rund 1650 Personen auf einen Quadratkilometer drängen. Bezüglich der Bevölkerungsdichte befindet sich Malta weltweit an 5. Stelle.

Malta

Obwohl das Archipel über keinerlei besondere Bodenschätze oder sonstige Vorzüge verfügt, war es bei den umliegenden Staaten, aber auch den Großmächten der jeweiligen Epoche immer heiß begehrt. Der Grund dafür liegt in seiner speziellen Lage im Mittelmeer, die es erlaubt mit relativ geringen militärischen Mitteln ein großes Einzugsgebiet zu kontrollieren. Heute spielt seine geografische Lage nur noch eine untergeordnete Rolle. Von 1814 bis 1964 war Malta eine britische Kolonie. Daraus ging eine parlamentarische Republik hervor, die sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem modernen Staat entwickelte.

Haupteinnahmequelle Maltas ist eindeutig der Tourismus, wobei dass Archipel im Gegensatz zu anderen Mittelmeerinseln zum einen ganzjährig Besucher anzieht und zum anderen auf höherwertigen Fremdenverkehr setzt. Dafür ist Malta gut gerüstet, denn nirgends sonst finden sich so viele architektonische Besonderheiten aus rund 6000 Jahren Besiedlungsgeschichte wie auf Malta. Jährlich besuchen rund 4 Millionen Gäste die Insel und dass es dabei hin und wieder zu Unfällen oder einer Erkrankung kommen kann, ist vorhersehbar.

Wie sieht es mit der Gesundheitsversorgung auf Malta aus?

Malta besitzt ein sehr gut organisiertes Gesundheitssystem, welches aus mehreren Gesundheitszentren sowie drei staatlichen Krankenhäusern besteht. Hinzu kommen private Kliniken und Arztpraxen praktisch jeder Fachrichtung. Eine Besonderheit stellen die Apotheken auf Malta dar: Die an einem grünen Kreuz erkennbaren Apotheken verkaufen nicht nur Medikamente. Oft besitzen sie zusätzliche Behandlungszimmer, in denen Ärzte praktizieren. Die Apotheker/innen vereinbaren auf Wunsch auch Arzttermine.

Das aus Steuergeldern finanzierte Gesundheitssystem Maltas ermöglicht einkommensschwachen Patienten sowie Patienten mit bestimmten chronischen Erkrankungen den kostenlosen Zugang zu Behandlungen. Alle anderen müssen Zuzahlungen leisten, deren Höhe sich aber in Grenzen hält. So kostet eine Arztkonsultation 10 Euro. Dies gilt auch für EU-Bürger mit einer EHIC Karte. Medikamente werden immer bar bezahlt, ausgenommen ist wiederum die bereits oben genannte Personengruppe.

Malta Arzt

Auf Malta zum Arzt ohne Auslandskrankenversicherung?

Wer als EU-Bürger/in einen Arzt auf Malta benötigt, kann in eines der Gesundheitszentren gehen und sich unter Vorlage der EHIC Karte und mit Zuzahlung untersuchen und behandeln lassen. Wer weder eine EHIC Karte noch eine Auslandskrankenversicherung besitzt, muss alle entstehenden Kosten in Bezug auf die ärztliche Behandlung direkt in bar oder per Kreditkarte begleichen.

Auf Malta zum Arzt mit Auslandskrankenversicherung

Eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung ist vor einer Reise nach Malta zu empfehlen. Sie ermöglicht im Bedarfsfall bei einer ärztlichen Behandlung medizinische Anwendungen, die über das notwendige Maß hinausgehen. Zudem werden üblicherweise Medikamentenkosten voll erstattet, bei der EHIC Karte nur anteilig, abhängig vom Kostensatz in Deutschland. Zudem bietet die Auslandskrankenversicherung die Option der Auslandsrückholung, sollte die Erkrankung oder eventuelle Unfallfolgen doch schwerwiegender sein als zunächst angenommen. Staatliche Gesundheitssysteme wie die Krankenkassen übernehmen innerhalb der EU keine Kosten für länderübergreifende Ambulanztransporte.

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