In Spanien ins Krankenhaus gehen

Inhaltsverzeichnis

  1. Krankenhäuser in Spanien
  2. In Spanien ins Krankenhaus gehen ohne Auslandskrankenversicherung
  3. In Spanien ins Krankenhaus gehen mit Auslandskrankenversicherung

Krankenhäuser in Spanien

Zum staatlichen Gesundheitssystem in Spanien zählt auch ein flächendeckendes Krankenhaus-Netz. Nirgendwo in Spanien muss ein Patient unzumutbare Wege zurücklegen, um die nächste Klinik zu erreichen. Dabei ist die Behandlung im staatlichen Krankenhaus für den Patienten kostenlos. Wer für planbare Behandlungen ins Krankenhaus geht, muss sich von seinem Hausarzt eine Überweisung geben lassen. Bei Notfällen ist auch ohne Überweisung der direkte Weg in die Notaufnahme der nächsten Klinik möglich.

Krankenhaus in Barcelona

Hier macht sich allerdings eine Schwäche des spanischen Gesundheitssystems bemerkbar: Da die Wartezeit auf einen Termin beim Facharzt in Spanien oft sehr lang ist, nutzen viele Spanier die Notaufnahme aus, um diesen Prozess zu beschleunigen. Sie geben eine Notsituation vor und übertreiben ihre Probleme, um sofort behandelt zu werden. Dadurch ist stundenlanges Warten in den Notaufnahmen der spanischen Krankenhäuser keine Seltenheit.

Neben den staatlichen Kliniken existieren auch private Krankenhäuser oder Privatstationen innerhalb der staatlichen Einrichtungen. Ähnlich wie in Deutschland genießt der Patient hier zwar einige Vorteile, muss dafür aber eine private Krankenversicherung besitzen oder die Kosten selbst tragen.

In Spanien ins Krankenhaus gehen ohne Auslandskrankenversicherung

Touristen aus EU-Ländern bekommen mit ihrer Europäischen Gesundheitskarte die gleiche Behandlung wie Einheimische. Sie können sich von einem spanischen Hausarzt in ein staatliches Krankenhaus überweisen lassen oder sich im Notfall direkt dorthin begeben. Auf der Überweisung ins Krankenhaus sind immer Name und Adresse des Krankenhauses angegeben, wo die Behandlung erfolgen muss. Eine freie Krankenhauswahl ist unter diesen Umständen nicht möglich.

Krankenwagen Spanien

Die Behandlung in der Klinik ist auch für EU-Touristen kostenlos. Es ist nicht vorgesehen, dass Sie die Behandlungskosten auslegen müssen. Stattdessen rechnet das Krankenhaus direkt mit der Krankenkasse ab. Allerdings fällt die Verständigung in staatlichen Krankenhäusern häufig schwer, wenn dem Patienten die Spanischkenntnisse fehlen. Manche Kliniken – gerade in touristischen Regionen – beschäftigen hierfür Dolmetscher. In den übrigen Krankenhäusern muss die Verständigung mit Händen und Füßen gelingen.

Deshalb entscheiden sich viele Touristen dafür, sich in einer Privatklinik behandeln zu lassen. Hier sprechen viele Ärzte Deutsch oder Englisch und auch andere Zusatzleistungen wie komfortablere Zimmer sind buchbar. Diese Leistungen haben natürlich ihren Preis: Wer in seiner Heimat gesetzlich krankenversichert ist, muss die Behandlungskosten im Normalfall selbst tragen. Privat Krankenversicherte treten in der Regel zunächst selbst in finanzielle Vorleistung und müssen anschließend eine Erstattung beantragen.

In Spanien ins Krankenhaus gehen mit Auslandskrankenversicherung

Zusätzlich zu den Leistungen, die Ihnen auch ohne Auslandskrankenversicherung zustehen, ermöglicht Ihnen ein solcher Versicherungsschutz, auch private Leistungen zu nutzen. In diesem Fall zahlen Sie zunächst selbst die Krankenhausrechnung, können Sie aber anschließend zur Erstattung bei der Auslandskrankenversicherung einreichen.

Es ist allerdings wichtig, die Versicherungsbedingungen genau zu kennen. Normalerweise decken die Policen nur Akutfälle ab. Wenn sich eine bereits bestehende Krankheit während des Urlaubs verschlimmert, sehen die Auslandskrankenversicherungen normalerweise keine Kostenübernahme vor. Auch einige andere Leistungen sind unter Umständen ausgeschlossen – zum Beispiel die Durchführung einer medizinisch sinnvollen Auslandsrückholung aus Spanien.

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