In den USA ins Krankenhaus gehen

Inhaltsverzeichnis

  1. Krankenhäuser in den USA
  2. Die Notfallversorgung in einem US-Krankenhaus
  3. Ein Krankenhausaufenthalt in den USA ohne Auslandskrankenversicherung
  4. Ein Krankenhausaufenthalt mit Auslandskrankenversicherung in den USA
  5. Die Rückholoption in der Auslandskrankenversicherung nutzen

Krankenhäuser in den USA

Das Krankenhaus-Wesen in den Vereinigten Staaten von Amerika liegt überwiegend in privater Hand. Im Jahr 2018 wurden in den USA 5534 Krankenhäuser gezählt. Davon sind etwa 70 % Allgemeinkrankenhäuser und der Rest Spezialkliniken beziehungsweise Krankenhäuser, die auf einen bestimmten Patientenkreis ausgerichtet sind. So etwa Kliniken für Veteranen, für aktive Militärangehörige, Gefangene oder für Native Americans.

medical center USA

Ob nun ein staatliches oder privates Krankenhaus: Alle Kliniken in den USA sind gewinnorientiert oder zumindest Kosten tragend ausgerichtet. Ausgenommen davon sind 355 staatliche Kliniken, die über das ganze Land verteilt sind und den Patienten kostenlose medizinische Hilfe bieten. Allerdings sind die Leistungen in diesen Krankenhäusern sehr begrenzt. Die geografische Verteilung der staatlichen wie privaten Kliniken orientiert sich an der Bevölkerungsverteilung in den USA, wo 81 % der Menschen in städtischen Gebieten leben. So finden sich 3377 Kliniken im urbanen Raum und 1821 Krankenhäuser auf dem Land.

Die USA besitzen das teuerste Gesundheitssystem der Welt. Pro Kopf werden jährlich über 9000 US-Dollar ausgegeben. Damit ist das US-Gesundheitssystem jedoch nicht sehr effektiv, denn die überwiegend privatwirtschaftliche Ausrichtung sorgt in praktisch jedem Bereich des Systems für eine permanente Kostensteigerung, wobei sich hier eine aufwärts gerichtete Preisspirale aus teurer werdender Apparate-Medizin und im Gegenzug immer teurer werdender Krankenversicherungsbeiträgen ergibt. Dies führt dazu, dass sich immer mehr US-Bürger nicht mehr versichern oder unterversichert sind. Vor der Einführung der Obamacare genannten Krankenversicherung im Jahr 2009 waren fast 50 Millionen Amerikaner nicht versichert. Diese Zahl ist inzwischen auf 29 Millionen gesunken. Aber auch das sind immer noch rund 9 % der Bevölkerung. In Deutschland beträgt der Anteil nicht krankenversicherter Personen gerade einmal 0,1 %.

Die Notfallversorgung in einem US-Krankenhaus

In den USA wird die Notaufnahme eines Krankenhauses weit stärker frequentiert als in Deutschland. Das hängt damit zusammen, dass Notaufnahmen meist 24 Stunden geöffnet sind und die Notfallversorgung auch ohne Krankenversicherung erfolgt, jedoch gerade bei Nichtversicherten oder Personen ohne Barmittel beziehungsweise Kreditkarte auf das absolute Minimum beschränkt ist. Das bedeutet in der Realität, dass es sich schon um Leben oder Tod handeln muss. Selbst ein Beinbruch wird nicht unbedingt behandelt, wenn nicht zuvor eine Kaution über mehrere Tausend US-Dollar hinterlegt wird oder eine Versicherung die Kosten übernimmt. Das wird von Krankenhaus zu Krankenhaus unterschiedlich gehandhabt, doch bei einem Notfall ist meist nicht die Zeit gegeben, das richtige Krankenhaus zu suchen.

Hinzu kommt, dass es in den USA keine allgemeine Honorar- und Leistungstabelle für ärztliche oder klinische Leistungen gibt. Gerade Notfallpatienten werden mit Rechnungen konfrontiert, die in Deutschland das Justizwesen auf den Plan rufen würden. Dazu ist es alles sehr komplex. Selbst wenn ein Patient nur in einem Krankenhaus behandelt wurde, kann es vorkommen, das er oder sie mehrere Rechnungen begleichen muss, angefangen bei der Ambulanzfahrt über den Röntgengehilfen, die Krankenschwester, den Arzt sowieso, aber auch die Raummiete in der Klinik. In der Los Angeles Times erschien kürzlich ein Bericht über das Good Samaritan Hospital (der Name ist wohl eher nicht Programm), in dem einer Frau nach einem Ohnmachtsanfall für 90-minütige Bettruhe sowie einmal Blutdruckmessen stolze 2000 Dollar berechnet wurden.

Costs

Ein Krankenhausaufenthalt in den USA ohne Auslandskrankenversicherung

Sich auf die Reise in die USA zu machen, ohne eine Auslandskrankenversicherung für diese Zeit abzuschließen, stellt ein sehr hohes Risiko dar, es sei denn, es stehen ausreichend Geldmittel zur Verfügung.

Ob nun Notfallversorgung oder der reguläre Aufenthalt in einer US-Klinik, am Anfang steht immer die Frage nach der Bezahlung, erst danach wird gefragt, was denn behandelt werden soll. Ist der oder die Patientin nicht ansprechbar, erfolgt natürlich die Erstversorgung. Stellt sich später heraus, dass die Kosten vom Patienten nicht bezahlt werden können, kommt es darauf an, wo sich die Notfallversorgung ereignete: In einer Privatklinik erfolgt meist die Überweisung in ein staatliches Krankenhaus, was üblicherweise mit einer drastischen Verschlechterung der Versorgung einhergeht. Aber auch staatliche Krankenhäuser stellen die Leistungen in Rechnung.

Kann der Patient nicht bezahlen, wird er oder sie verklagt und ein Rechtstitel erwirkt. Unter Umständen kann dies so weit gehen, dass der Rückflug nicht angetreten werden darf, bis die Rechnungen beglichen sind. Mitunter dürfen die Patienten nicht einmal das Krankenhaus verlassen, wenn noch offene Rechnungen anstehen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist eben auch das möglich.

Ein Krankenhausaufenthalt mit Auslandskrankenversicherung in den USA

Besteht bei einem Notfall in den USA eine Auslandskrankenversicherung, wird die Sache wesentlich einfacher, aber auch hier ist es von Klinik zu Klinik unterschiedlich. Die Erstversorgung erfolgt, gleichzeitig wird währenddessen mit der Versicherung in Deutschland Kontakt aufgenommen, wenn die Daten des Patienten vorliegen, ob diese die Kosten übernimmt. Das kann aufgrund der Zeitverschiebung jedoch dauern. Fand der Notfall an einem Wochenende statt, können durchaus zwei Tage vergehen, bis der Bezahlstatus geklärt ist. In diesem Fall kann es sein, dass die Klinik vorerst eine Barzahlung oder eine Kaution verlangt, etwa wenn die anfallenden Kosten eine bestimmte Höhe nicht überschreiten. Wie bereits erwähnt, sind die US-Kliniken in der Gestaltung ihres Kostenwesens frei.

Immerhin zählen US-Kliniken in Bezug auf fortschrittliche medizinische Behandlungen weltweit zur Elite. Ist die Versicherungsfrage geklärt, kann der oder die Patientin recht sicher sein, dass eine sehr gute medizinische wie klinische Behandlung erfolgt. Auch die USA sind ein Land, in dem der Medizintourismus floriert, jedoch nicht aufgrund der hier zu erzielenden Kostenersparnis, sondern aufgrund der Spezialisten, die an den renommierten Krankenhäusern des Landes tätig sind.

Die Rückholoption in der Auslandskrankenversicherung nutzen

Auch wenn ein Ein- oder Zweibettzimmer zur Verfügung steht und die Behandlung unter besten Bedingungen erfolgt, ist ein Krankenhausaufenthalt in weiter Ferne von der Heimat und der Familie für viele Menschen eher ein ungünstiger Zustand. Wer eine Auslandsreiseversicherung abgeschlossen hat, kreuzte meist auch die Zusatzoption der ambulanten Rückholung an. In der Regel wird das unter medizinisch sinnvollen Gegebenheiten von den Ärzten befürwortet und oft sogar von der Versicherung unterstützt, denn die Krankenhauskosten in den USA können je nach vorliegendem Krankheitsfall schnell die Kosten einer Rückholung übersteigen. In einer Studie der Universität von San Francisco wurde festgestellt, dass schon eine Blasenentzündung, die in einem US-Krankenhaus behandelt wird, bis zu 73.000 Dollar kosten kann.

Wir von der Ambulanzflug-Zentrale organisieren Ihren Heimflug aus den Staaten. Ob nun beispielsweise von San Francisco, New York oder von New Orleans: Kein Weg ist für uns zu weit.
Immer unter der Prämisse der bestmöglichen medizinischen Versorgung vom Klinikbett in den USA bis zum Krankenhausbett in Deutschland. Nehemn Sie Kontakt mit uns auf: Rufen Sie uns jetzt an oder tragen Sie über unsere Kontaktseite schriftlich Ihr Anliegen vor. Wir beraten Sie gerne unverbindlich zum ambulanten Rücktransport aus den USA.

Zurück zur Übersicht