Ambulanzflug für zwei Frühgeborene

In Deutschland ist sie gesetzlich verboten, doch international entscheiden sich einige Paare für eine Leihmutterschaft, wenn sie selbst keine Kinder bekommen können. Oft wird die Leihmutter im Ausland gesucht – bevorzugt in Ländern mit niedrigem Lohnniveau. Das ist mit einem gewissen Risiko verbunden, da in diesen Ländern oft auch die Qualität der medizinischen Versorgung nicht ausreichend ist. Wenn es während der Schwangerschaft oder nach der Geburt zu Komplikationen kommt, entsteht ein großes Problem. Was kann man tun, um den Babys die bestmögliche medizinische Hilfe zu bieten?

Zwei Babys im Inkubator

Diese Frage stellte sich zwei Männern aus Seattle, die eine Leihmutterschaft in Tschechien in Anspruch genommen hatten. Leider kamen die Zwillingsmädchen deutlich zu früh auf die Welt und mussten in einem Krankenhaus in Prag bleiben. Dort empfanden die beiden Väter die Versorgung ihrer Kinder als unzureichend und hatten zudem den Eindruck, dass das Personal aufgrund persönlicher Vorbehalte gegen den Lebensentwurf der beiden Männer nicht kooperativ war. Deshalb entschieden sich die Väter dafür, die beiden Frühgeborenen so schnell wie möglich nach Seattle zu bringen.

Inkubator-Flug in die USA

So baten sie uns darum, einen Ambulanzflug für die beiden Babys zu organisieren. Wir halfen gerne weiter und stellten einen Ambulanzjet vom Typ Bombardier Challenger 650 bereit, der den Flug von Prag nach Seattle mit nur einer Zwischenlandung bewältigen konnte. Ein weiterer Vorteil der Challenger: Im Gegensatz zu kleineren Ambulanzflugzeugen war an Bord genug Platz, dass beide Väter als Begleitperson mitreisen konnten.

Bombardier Challenger 650

Die Verantwortung für die medizinische Sicherheit der beiden Frühgeborenen übernahm ein erfahrener Kinderarzt mit Spezialisierung in Flugmedizin. Darüber hinaus verwendeten wir einen modernen Transportinkubator für die Verlegung, damit unsere kleinen Schützlinge jederzeit bestens versorgt waren.

Willkommen zu Hause!

Natürlich kümmerten wir uns auch um einen Krankenwagen, der die beiden Babys und ihre Eltern im Prager Krankenhaus abholte und zum Václav Havel Airport vor den Toren der Stadt brachte. Dort nahmen wir unsere Fluggäste an Bord und starteten bald darauf in Richtung Grönland, wo am Flughafen Kangerlussuaq der planmäßige Tankstopp erfolgte. Schon kurze Zeit später hob die Challenger wieder ab und flog weiter zum Boeing Field King Country International Airport in Seattle.

An Bord verlief der Flug ohne besondere Vorkommnisse: Die beiden Frühgeborenen schliefen die meiste Zeit friedlich in ihren Inkubatoren, während ihre Väter ebenso wie der Flugarzt immer in der Nähe blieben und auf sie aufpassten. Nach der Landung in Seattle wurden die Babys in einem unserer Krankenwagen in das aufnehmende Krankenhaus gebracht. Wir sagen herzlich willkommen in der neuen Heimat und wünschen den beiden alles Gute!

Jetzt Kontakt aufnehmen

Auch wenn es um den Transport von Frühgeborenen geht, helfen wir Ihnen täglich rund um die Uhr weiter. Wir klären Sie über Ihre Möglichkeiten auf und unterbreiten Ihnen auf Wunsch ein unverbindliches Angebot für Ihren Ambulanzflug. Kontaktieren Sie uns:

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