Repatriierung in verschiedenen Kontexten

Obwohl das Wort Repatriierung in der deutschen Sprache eher selten genutzt wird, kommt es in verschiedenen Kontexten vor. Entscheidend ist, was genau repatriiert werden soll: Geht es um Unternehmensgewinne, Kriegsgefangene, Patienten oder Leichname? Wir stellen Repatriierungen in den verschiedenen Kontexten vor.

Repatriierung von Gewinnen

Viele Firmen sind inzwischen echte Global Player und besitzen Tochtergesellschaften oder Holdings in aller Welt. Sofern diese internationalen Subunternehmen im Ausland Gewinne erzielen, wird das Geld zunächst dort besteuert und verbleibt auch dort. Sollen diese Gewinne allerdings dem Mutterkonzern zugeschlagen werden, muss das Geld in das Land des Mutterkonzerns repatriiert bzw. transferiert werden. Bei dieser Transaktion fallen erneut Steuern an, die im Land des Mutterkonzerns erhoben werden.

Repatriierung von Gewinnen

Durch eine geschickte Standortwahl können Subunternehmen Steuervorteile genießen. Während bei den meisten Unternehmen verschiedene Faktoren eine Rolle spielen (z.B. Infrastruktur oder Lohnniveau), besitzt eine Holding den ausschließlichen Zweck, Finanzbeteiligungen an anderen Unternehmen zu halten. Daher wird hier bei der Standortwahl umso mehr darauf geachtet, dass die Steuerersparnis möglichst groß ist. Gängige Standorte sind Singapur und Hong Kong. Innerhalb der EU gelten unter anderem Holdings auf Zypern, in Irland oder in den Niederlanden als besonders vorteilhaft.

Weiterführende Links zur Repatriierung von Gewinnen:

Repatriierung von Kriegsgefangenen

Lange Zeit war es nicht üblich, Kriegsgefangenen besondere Rechte einzuräumen. In der Antike wurden Kriegsgefangene häufig versklavt, doch im Jahr 1179 verbot die Kirche den Verkauf von Christen in die Sklaverei. Im Anschluss wurden Soldaten, die sich ergaben, oft noch an Ort und Stelle getötet oder freigelassen.

Repatriierung von Kriegsgefangenen

Erst als sich nach der französischen Revolution verschiedene Formen der Wehrpflicht durchsetzten, wurden wieder zahlreiche Kriegsgefangene gemacht. Da die Soldaten zum Kriegsdienst verpflichtet waren und nicht mehr ausschließlich freiwillig kämpften, stieg die Bereitschaft, Kriegsgefangenen mehr Rechte einzuräumen. Dadurch entstanden schließlich das Haager Abkommen und die Genfer Konventionen, welche den Umgang mit Kriegsgefangenen regelten.

Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs kam es daher zu einer hohen Anzahl von Kriegsgefangenen aus allen beteiligten Ländern. Nach Kriegsende stellte sich die Frage der Rückführung – auch Repatriierung genannt – dieser Gefangenen in die jeweilige Heimat. Angesichts von Millionen Gefangenen ist diese Repatriierung eine logistische Herausforderung, doch gerade nach dem Zweiten Weltkrieg ergaben sich auch strategische und politische Fragestellungen. Die Gefangenen wurden in politischen Verhandlungen oft als Faustpfand eingesetzt. Zudem debattierten insbesondere die Westmächte die Reihenfolge der Freilassung.

Weiterführende Links zur Repatriierung von Kriegsgefangenen:

Repatriierung von Patienten

Eine individuellere Form der Repatriierung wird unter Umständen benötigt, wenn ein Geschäfts- oder Urlaubsreisender während eines Auslandsaufenthalts erkrankt oder einen Unfall hat. Die medizinische Erstversorgung erfolgt im Aufenthaltsland, doch im Anschluss entscheiden sich viele Patienten für eine Auslandsrückholung – auch Repatriierung genannt. Hierbei wird der Patient medizinisch begleitet in seine Heimat zurückgebracht, um dort seine Genesung fortzusetzen.

Repatriierung von Patienten

Für eine Repatriierung spricht häufig die bessere medizinische Versorgung im Heimatland. Auch die reibungslose Kommunikation in der Muttersprache und die Nähe zu Familie und Freunden können eine Auslandsrückholung sinnvoll machen. Je nach Entfernung und Gesundheitszustand des Patienten kann der Krankentransport im Ambulanzflugzeug, Linienflugzeug, Hubschrauber oder Krankenwagen erfolgen.

Wenn die Kosten einer Repatriierung nicht von der Auslandskrankenversicherung des Patienten getragen werden, kann die Rückholung des Patienten auch privat organisiert werden. Hier sind wir Ihr zuverlässiger Ansprechpartner und kümmern uns für Sie um alles.

Repatriierung von Verstorbenen

Auch bei einem Todesfall im Ausland kommt die Frage nach einer Repatriierung auf. Hier geht es um die Überführung der sterblichen Überreste in die Heimat des Verstorbenen. Eine Beisetzung im Aufenthaltsland wird von den Angehörigen meist nicht gewünscht. Stattdessen soll die Bestattung nach den Gepflogenheiten des Heimatlandes durchgeführt werden und der Familie des Verstorbenen ein Abschiednehmen im Rahmen einer Trauerfeier ermöglichen.

Repatriierung von Verstorbenen

Anders liegt der Fall oft bei der Repatriierung von verstorbenen Einwanderern. Hier wünschen die Hinterbliebenen häufig eine Bestattung im Herkunftsland des Verstorbenen – nicht am aktuellen Wohnort.

Der Transport des Leichnams erfolgt normalerweise in einem speziellen Transportsarg. Dieser wird je nach Entfernung mit dem Flugzeug oder mit dem Auto befördert. Wenn Sie einen Sargtransport per Flugzeug benötigen, können Sie sich auf unsere einfühlsamen Mitarbeiter verlassen. Wir nehmen Ihnen den organisatorischen Aufwand ab und stehen Ihnen in allen Fragen hilfreich zur Seite.

Kontaktieren Sie uns

Für die Repatriierung von Patienten oder Verstorbenen sind wir Ihr zuverlässiger Partner. Unsere Mitarbeiter sind täglich rund um die Uhr für Sie erreichbar und erstellen Ihnen auf Wunsch ein kostenloses, unverbindliches Angebot. Kontaktieren Sie uns: